Schlafprobleme

Zucken beim Einschlafen: 3 Gründe für Einschlafzuckungen

Zucken beim Einschlafen: 3 Gründe für Einschlafzuckungen

Du kennst das Phänomen bestimmt: Du bist dabei einzuschlafen und auf einmal zuckt ein Arm oder ein Bein. Woher kommt das Zucken beim Einschlafen? Wir haben uns auf die Suche gemacht und nennen drei Gründe für Einschlafzuckungen.

Zucken beim Einschlafen: Pärchen liegt im Bett und schläft.
Zucken beim Einschlafen kann ein Symptom einer Erkrankung sein. Bild: adobestock

Ungefähr 70 Prozent der Bevölkerung kennen Zucken beim Einschlafen. Entweder haben sie es in ihrem Leben schon erlebt oder sie erleben es immer noch regelmäßig. Gerade in der Kindheit sind Einschlafzuckungen weit verbreitet.

Meistens sind Zuckungen beim Einschlafen ungefährlich, sie können aber auch Symptome von Krankheiten sein. Oder durch neurologische Ursachen ausgelöst werden. Wir gehen diesem Phänomen auf den Grund

Warum zucken wir beim Einschlafen?

Die hauptsächliche Ursache für Zucken beim Einschlafen (Einschlafmyoklonus) ist, dass unser Nervensystem entspannt und herunterfährt. Dadurch kommt es zur Entladung unserer Muskelspannung. Und während bestimmte Teile unseres Gehirns schon einschlafen, sind andere Areale noch wach.

Das Zucken mag sich unangenehm anfühlen, gefährlich sind solche Einschlafzuckungen in der Regel aber nicht. Es gibt allerdings Ausnahmen. Dann können Einschlafmyoklonien Symptome einer Erkrankung oder Beschwerde sein.

Wann ist Zucken beim Einschlafen gefährlich?

Sorgen sollte man sich dann machen, wenn die Zuckungen zusätzlich mitten in der Nacht im Schlaf einsetzen. Zum einen können solche Schlafzuckungen zu Schlafstörungen und Tagesschläfrigkeit führen, zum anderen kann dies auch auf eine Erkrankung oder Beschwerde hinweisen.

  1. Stress
    Der naheliegendste Grund für vermehrte oder stärkere Zuckungen beim Einschlafen ist Stress. Psychische Anspannung kann sich in Form von Einschlafzuckungen bemerkbar machen. Dann sind sie deutlich stärker als die üblichen Kontraktionen.
  2. Restless Legs Syndrom
    Zuckungen beim Einschlafen können ein Symptom des Restless Legs Syndroms sein. Häufig ist Eisenmangel Schuld an dem vermehrten Zucken. Dann kann die Einnahme von Eisenpräparaten sinnvoll sein. Dies solltest du aber vorher mit deinem Arzt absprechen.
  3. Schlafapnoe
    Einschlafmyoklonien können auch eine körperliche Alarmreaktion sein. Beispielsweise, wenn die betroffene Person unter einer Schlafapnoe leidet. Sie ist von Atemaussetzern geprägt. Durch die Zuckungen versucht der Körper die einschlafende Person zu warnen. Meist kommt es aber erst im weiteren Verlauf des Schlafs zu Zuckungen und nicht während der Einschlafphase.

So kannst du Zuckungen beim Einschlafen vorbeugen

Generell sind Einschlafzuckungen nicht gefährlich, weswegen auch nichts gegen sie unternommen werden muss. Sollten Einschlafmyoklonien aber tatsächlich vermehrt und verstärkt auftreten, können folgende Tipps hilfreich sein – zusammen mit einem Besuch beim Arzt!

  • Weniger rauchen oder am besten ganz aufhören
  • Kurz vor dem Schlafengehen keinen Sport treiben
  • Weniger Koffein zu sich nehmen
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Weniger Alkohol trinken
  • Meditations- oder Entspannungsübungen

Sollten all diese Punkte zu keiner Besserung führen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Notfalls kann auch der Einsatz von Schlafmitteln oder Melatonin-Tabletten für Abhilfe sorgen. Dies sollte allerdings nur der allerletzte Ausweg bleiben.

Quellen:

Kindergsundheit-Info: Mein Kind zuckt beim Einschlafen. Kann das auf eine Erkrankung hinweisen?
MSD Manual: Parasomnien.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de