Schlafprobleme

Verklebter Mund am Morgen: Das sind die Ursachen

Verklebter Mund am Morgen: Das sind die Ursachen

Mit einem verklebten Mund aufzuwachen, kann sehr unangenehmen sein und das Schlucken erschweren. Welche möglichen Ursachen dahinterstecken können, liest du in diesem Artikel. 

Zu den häufigsten Ursachen für einen trockenen Mund gehört Flüssigkeitsmangel. Bild: iStock

Mundtrockenheit, in der Fachsprache auch Xerostomie oder Oligostomie genannt, ist weit verbreitet und entsteht in erster Linie durch das Fehlen eines normalen Speichelflusses. Das Phänomen wird häufig nicht als eigenständige Erkrankung wahrgenommen und bleibt daher oft unbehandelt. Unser Speichel übernimmt jedoch wichtige Aufgaben in der Mundhöhle: Er beseitigt Nahrungspartikel, hält krankheitserregende Bakterien davon ab, sich auf den Zähnen und dem Zahnfleisch anzusammeln und hilft, die aufgenommene Nahrung zu verdauen. Auf Dauer kann die eine unbehandelte Oligostomie zu Karies und Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut führen. 

Ein ausgetrockneter und verklebter Mund am Morgen kann zahlreiche Ursachen haben und tritt bei vielen Menschen gelegentlich auf. Sollte ein verminderter Speichelfluss jedoch anhalten oder ohne ersichtlichen Grund auftreten, suche am besten einen Arzt auf.

Mundtrockenheit: Das sind mögliche Ursachen

1. Speichelproduktion geht im Alter zurück

Während wir schlafen, reduzieren unsere Speicheldrüsen auf natürliche Weise ihre Speichelproduktion, um Energie zu sparen. Mundtrockenheit infolge einer reduzierten Aktivität der Speicheldrüsen kann vor allem bei älteren Erwachsenen festgestellt werden. Das liegt daran, dass einige Bestandteile des Speichels mit zunehmendem Alter abnehmen. Eingenommene Medikamente oder andere Erkrankungen können die Mundtrockenheit noch beschleunigen. 

2. Dehydrierung

Auch ein Mangel an Flüssigkeit kann eine Oligostomie verursachen. Wenn du am Tag zu wenig getrunken oder zu salzig gegessen hast, ist dein benötigter Flüssigkeitsbedarf nicht gedeckt und dein Körper kann nicht genügend Speichel produzieren. Übermäßiges Schwitzen oder hohe Außentemperatur entziehen dem Körper ebenfalls Flüssigkeit. Das kann zu vermehrtem Durst in der Nacht und einem trockenen Mund am Morgen führen.

3. Schnarchen und Mundatmung

Darüber hinaus können auch das Atmen durch den Mund und Schnarchen einen trockenen Mund begünstigen. In der Regel atmen wir durch die Nase, doch wer in der Nacht zu viel durch den Mund atmet, beispielsweise aufgrund einer Nasenverstopfung, trocknet seinen Mund damit automatisch noch weiter aus. Besonders verstärkt wird dieser Effekt bei sehr trockener oder staubiger Luft

Unser Artikel: Schnarchen: 5 Tipps, die dagegen helfen zeigt, wie du das Schnarchen ganz schnell loswirst.

4. Erkrankungen 

Auch bestimmte Gesundheitszustände wie Diabetes, Schlaganfall, Pilzinfektionen im Mund (Soor) oder Autoimmunerkrankungen wie HIV/AIDS oder das Sjögren-Syndrom können eine Oligostomie auslösen. 

5. Medikamente

Eine Vielzahl von Medikamenten kann als Nebenwirkung Mundtrockenheit verursachen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Augenmedikamente, Mittel gegen Blasenschwäche, Antidepressiva, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder Schlafmittel.  Auch eine Chemotherapie sowie Nikotin-, Alkohol- und Drogenkonsum beeinträchtigt die Speichelproduktion und kann eine Mundtrockenheit herbeiführen. 

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de