Schlafprobleme

Trockener Mund in der Nacht: 3 Tipps, die helfen

Trockener Mund in der Nacht: 3 Tipps, die helfen

Wachst du morgens mit einem staubtrockenen Mund oder einem schmerzenden Hals auf? Oder benötigst du in der Nacht häufig etwas kühles Wasser, weil sich deine Zunge klebrig anfühlt? Die Symptome eines trockenen Mundes können unangenehm sein und vor allem die Schlafqualität beeinträchtigen. Wir verraten dir, was du dagegen tun kannst.

Trockener Mund: Frau trinkt ein Glas Wasser.
Mit einem trockenen Mund aufzuwachen kann sehr unangenehm sein und das Schlucken erschweren. Wir verraten, was du dagegen tun kannst. Bild: iStock

Was ist Mundtrockenheit?

Häufig wird ein trockener Mund gar nicht als eigenständige Beschwerde wahrgenommen, doch besonders nachts ist Mundtrockenheit, in der Fachsprache auch Xerostomie oder Oligostomie genannt, weit verbreitet. Dabei ist es wichtig, das Phänomen zu behandeln, da es sonst zu Problemen der Mundgesundheit, wie z.B. Karies und Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut, führen kann.

Bei einer Oligostomie produzieren die Speicheldrüsen nicht genügend Speichel, um den Mund feucht zu halten. Diese Feuchtigkeit ist jedoch notwendig, um die Säure- und Bakterienkonzentration im Mund zu unterdrücken, die Probleme wie Karies und Zahnschmerzen verursachen. Darüber hinaus trägt Speichel dazu bei, Nahrungspartikel wegzuspülen, erleichtert das Kauen sowie Schlucken, verbessert das Geschmacksempfinden, befeuchtet die Mundschleimhaut und bekämpft Krankheitserreger. Die im Speichel enthaltenen Enzyme unterstützen zudem die Verdauung. 

Symptome von nächtlicher Mundtrockenheit

Die Symptome von nächtlicher Mundtrockenheit können von Person zu Person unterschiedlich sein. Zu den häufigsten zählen jedoch:

  • häufiges Wasser trinken in der Nacht
  • häufiges Aufwachen, weil du das Gefühl hast, nicht durch den Mund atmen zu können – weil er so trocken ist
  • Halsschmerzen beim Aufwachen
  • trockene, rissige Lippen
  • trockener, kratziger Rachen
  • schlechter Atem am Morgen oder während des Tages
  • Ansammlung von dickflüssigem Speichel am Morgen
  • wunde Zunge

Ursache von Mundtrockenheit

Nächtliche Mundtrockenheit kann, vor allem bei älteren Erwachsenen, sehr häufig vorkommen. Das liegt daran, dass einige Bestandteile des Speichels mit zunehmendem Alter abnehmen. Doch auch bestimmte Gesundheitszustände wie Diabetes, Schlaganfall, Pilzinfektionen im Mund (Soor), Autoimmunerkrankungen wie HIV/AIDS, Chemotherapie, Nikotin-, Alkohol- und Drogenkonsum sowie die Einname bestimmter Medikamente können eine Oligostomie verursachen. 

Auch Schnarchen oder Atmen mit offenem Mund während des Schlafes kann zur Mundtrockenheit beitragen. Wer in der Nacht zu viel durch den Mund atmet, beispielsweise aufgrund einer Nasenverstopfung, der trocknet seinen Mund damit automatisch noch mehr aus.

Du willst mehr über das Thema Schnarchen erfahren? Unser Artikel Schnarchen: 5 Tipps, die dagegen helfen zeigt, wie du das Schnarchen ganz schnell loswirst.

Das hilft bei Mundtrockenheit

Um die Symptome der nächtlichen Mundtrockenheit zu vermeiden, können einige einfache Hausmittel Linderung bringen:

  1. Einen Luftbefeuchter benutzen
    • Stelle nachts einen Luftbefeuchter oder eine Schale voll Wasser in dein Zimmer, um den Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu erhöhen.
  2. Reichlich Flüssigkeit trinken 
    • Trinke mehr Wasser und achte darauf, dass du hydriert bleibst. Stelle auch ein Glas Wasser neben dein Bett, falls du in der Nacht aufwachst und einen trockenen Mund hast. Um die Speichelproduktion vor dem Schlafengehen zu erhöhen, kann es ebenfalls helfen, ein Kaugummi zu kauen oder eine (alkoholfreie) Mundspülung zu verwenden. 
  3. Mit dem Rauchen aufhören
    • Rauchen reduziert die Speichelproduktion und trocknet den Mund noch zusätzlich aus.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de