Schlafprobleme

Studie: SO wirkt sich zu wenig Schlaf auf dein Verhalten aus

Studie: SO wirkt sich zu wenig Schlaf auf dein Verhalten aus

Wer zu wenig Schlaf bekommt wird unhöflich. Das zumindest sagt eine neue Studie. Dabei geht es konkret um Hilfsbereitschaft, Empathie und sozialem Verhalten. All dies soll laut Forschende schon nach einer Nacht schlechtem Schlaf leiden.

Wenig Schlaf: Mann haut auf Schreibtisch und schreit.
Wer zu wenig Schlaf bekommt ist laut Studie unempathisch. Bild: Pexels/Andrea Piacquadio

Jeder wird wohl bestätigen, dass zu wenig Schlaf ganz schön an die Nerven geht und dass der Geduldsfaden nach einer schlaflosen Nacht dünner ist. Da kann man dann auch schonmal unhöflich werden. Das fanden nun auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in einer Studie heraus.

Anders, als beim oben genannten Geduldsfaden untersuchten die Forschenden aber ganz konkret unser Sozialverhalten. Das Ergebnis war niederschmetternd. Wer dauerhaft zu wenig schläft, ist nicht nur ungehaltener, sondern auch weniger hilfsbereit. Guter und erholsamer Schlaf ist also essenziell für unser Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

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So unempathisch wirst du bei zu wenig Schlaf

Die Forschenden untersuchten für ihre Studie 24 Probanden. In der ersten Nacht dürften sie ausschlafen, in der folgenden Nacht bekamen sie nur ungenügenden Schlaf. In beiden Fällen mussten sie einen Fragebogen ausfüllen und sich einem sozial-kognitiven Test unterziehen.

Das Ergebnis: Die Probanden waren weniger bereit Hilfe zu leisten oder Empathie zu zeigen und insgesamt sehr unhöflich. Der Grund dafür hänge – laut Forschenden – mit der Deaktivierung von Bereichen des sozial-kognitiven Hirnareals zusammen. Diese seien für unser prosoziales Verhalten verantwortlich.

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Studie: Für eine allgemeine Aussage zu klein

Ob man dieses Verhalten auf eine gesamte Gesellschaft anwenden kann, ist momentan eher fraglich. Dafür ist die Studie einfach zu klein. In Deutschland leiden rund 80 Prozent aller Arbeitnehmer unter gelegentlichen oder regelmäßigen Schlafstörungen. Zehn Prozent leiden sogar unter einer Insomnie.

Hochgerechnet sind in Deutschland also rund 34 Millionen Menschen betroffen. Und ob eine ganze Gesellschaft durch zu wenig Schlaf unempathisch werden kann, muss erst noch in weiteren Studien untersucht werden. Bis dahin sollte aber trotzdem gelten: Gut schlafen und bei Schlafstörungen einen Arzt kontaktieren.

Andere Leiden bei Schlafproblemen problematischer

Zu wenig Schlaf mag vielleicht unempathisch machen, auf unseren Körper hat Schlafmangel allerdings noch einen viel größeren Einfluss. Bei dauerhaftem Schlafentzug drohen ernsthafte Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Depressionen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel: „Zu wenig Schlaf: Diese 11 Dinge passieren“.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de