Schlafprobleme

Studie: Albträume als Anzeichen von künftiger Demenz?

Studie: Albträume als Anzeichen von künftiger Demenz?

Knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt. Meistens sorgt die Alzheimer-Krankheit für den Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Nun hat eine Studie herausgefunden, dass Albträume ein Anzeichen für eine zukünftige Demenz sein können.

Studie: Mann liegt im Bett und hat Albträume.
Eine Studie legt nun den Zusammenhang zwischen Albträumen und Demenz nahe. Bild: iStock/Prostock-Studio

In einer Studie befürchten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, dass bis zum Jahr 2050 rund drei Millionen Menschen von Demenz betroffen sein könnten. Bei Demenz handelt es sich um einen übergeordneten Begriff für sämtliche Krankheiten, die das Kurzzeitgedächtnis befallen. Die wohl bekannteste Erkrankung dürfte die Alzheimer-Krankheit sein.

Auch wir haben schon einige Male über Demenz geschrieben, vor allem auch, weil Leiden wie eine Schlafapnoe zu Demenz führen können. Ebenfalls kann dauerhaft zu wenig Schlaf zur Gedächtnisstörung führen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel: „Dieser Schlaffehler erhöht das Demenz-Risiko“.

Nicht zuletzt leiden viele Demenz-Erkrankte an Schlafstörungen. In unserem Artikel „Schlafstörungen bei Demenz: Ursachen und Hilfen“ gehen wir nicht nur näher auf diese Problematik ein, wir geben Angehörigen auch wertvolle Tipps, wie sie mit Demenzerkrankten, die nicht schlafen können, umgehen.

Studie: Albträume kündigen künftige Demenz an

Forschende der Universität Birmingham fanden in ihrer Studie heraus, dass häufige Albträume ein Anzeichen für eine spätere Demenz-Erkrankung sein können. Dafür untersuchten die Forschenden 3.200 Personen zwischen 2002 und 2012. Gegenstand der Untersuchung: Die Verbindung zwischen der Häufigkeit der Albträume und einem geistigen Rückgang.

Nach der Studie bekamen Personen über 79 Jahre, die mindestens einmal die Woche unter Albträumen litten, doppelt so häufig eine Demenz-Diagnose gestellt wie gleichaltrige ohne Albträume. Betroffen waren dabei vor allem Männer. Eine gute Nachricht gibt es aber auch: Die Chancen stehen gut, eine Demenz herauszuzögern oder gar ganz zu verhindern, wenn sich Betroffene von Albträumen in eine Traumtherapie begeben.

Ständige Albträume gehören zu den Parasomnien – also um Verhaltensstörungen, die in der Einschlafphase, im Schlaf oder in der Aufwachphase auftreten. Weitere Parasomnien sind beispielsweise Zähneknirschen (Bruxismus), Schlafwandeln und die REM-Schlaf-Verhaltensstörung.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de