Schlafprobleme

Studie: So stark gefährdet Schlafmangel die Beziehung

Studie: So stark gefährdet Schlafmangel die Beziehung

Schlechter Schlaf wurde bereits mit Depressionen, Immunschwäche und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. Eine Studie besagt nun, dass Schlafmangel auch die Ursache für Konflikte zwischen Paaren sein kann. Wir klären auf. 

Schlechter Schlaf kann zu Beziehungsproblemen führen. Bild: Pexels

Während Schlafmangel immer wieder mit einem erhöhten Risiko für Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten, Fettleibigkeit und sogar vorzeitigen Tod in Verbindung gebracht wurde, stellten Forschende nun fest, dass er auch schädlich für die Beziehung sein kann. 

Studie untersuchte die Folgen von schlechtem Schlaf

In einer Studie, die in der Zeitschrift Social Psychological and Personality Science veröffentlicht wurde, untersuchten die Wissenschaftlerinnen Amie M. Gordon und Serena Chen von der University of California in Berkeley die Rolle des Schlafes in zwischenmenschlichen Konflikten. Sie fanden heraus, dass Paare nach Nächten mit schlechtem Schlaf (d.h. weniger als 7 Stunden) vermehrt Streitigkeiten in ihrer Beziehung erleben und größere Schwierigkeiten haben, diese einvernehmlich zu lösen. 

Die Forscherinnen sammelten Daten über die Schlafgewohnheiten von mehr als 100 Paaren, die im Durchschnitt seit fast zwei Jahren zusammen waren. In einem Experiment verfassten 78 Paare über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich einen Bericht über ihre Schlafqualität in der Nacht und etwaige Beziehungsprobleme, die während des Tages auftraten. Insgesamt berichteten die Teilnehmenden, dass es an den Tagen, an denen sie schlecht geschlafen hatten, zu mehr Unstimmigkeiten mit ihren Partnern kam, als an Tagen, an denen sie gut geschlafen hatten.

In einem zweiten Experiment wurden die Paare in ein Labor eingeladen. Dort bewerteten sie, wie sie in der vorangegangenen Nacht geschlafen hatten. Anschließend diskutierten sie, während sie auf Video aufgenommen wurden, über bekannte Probleme in ihrer Beziehung (Geld, Schwiegereltern, Kommunikation). 

Die Studienteilnehmenden beurteilten dann ihre eigenen emotionalen Interaktionen und die ihres Partners und ob sie der Meinung waren, dass die Streitigkeiten durch das Gespräch gelöst wurde

Ergebnis: Guter Schlaf sorgt für weniger Streitigkeiten

Dabei kam heraus, dass die Paare, die ausgeruht waren, am häufigsten zu einer Konfliktlösung fähig waren. Die Paare, die schlecht geschlafen hatten, verhielten sich nicht nur negativer dem anderen gegenüber, es fiel ihnen auch schwerer den Konflikt zu lösen und die Emotionen ihres Partners richtig einzuschätzen. Selbst bei relativ guten Schläfern reichte eine einzige Nacht mit schlechtem Schlaf aus, um das Konfliktpotenzial zu erhöhen. Darüber hinaus berichteten beide Partner verstärkt über eine schlechte Stimmung, sobald einer der beiden angab, schlecht geschlafen zu haben.

Wusstest du, dass nicht nur die Schlafqualität, sondern auch die Schlafpositionen etwas über eure Beziehung aussagen? In unserem Artikel: Was diese 3 Schlafpositionen über eure Beziehung aussagen erfährst du mehr.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de