Schlafprobleme

Sleep Perception Gap: Darum schläfst du mehr als du denkst

Sleep Perception Gap: Darum schläfst du mehr als du denkst

Wir alle kennen diese Nächte, in denen wir nur wachliegen und herumwälzen. Doch selbst, wenn die Erinnerungen an die zurückliegende Nacht sehr präsent sind, haben wir wohl doch ein paar Stunden geschlafen. Sleep Perception Gap nennt sich dieses Phänomen.

Sleep Perception Gap: Frau schaut übermüdet auf die Uhr.
Bei der Sleep Perception Gap hast du das Gefühl, die ganze Nacht wach zu sein. Bild: Fotolia

Schon 2017 machte der DAK-Gesundheitsreport deutlich: Der deutsche Arbeitnehmer schläft schlecht. Rund 80 Prozent der Erwerbstätigen leiden unter gelegentlichen oder dauerhaften Schlafstörungen (Insomnie).

Dabei sorgt eine Funktion unseres Gehirns dafür, dass wir denken, wir sind wach, obwohl wir schlafen: Die Sleep Perception Gap. Sleep Perception Gap – was soviel wie „Schlafwahrnehmungslücke“ bedeutet – ist die Zeit, in der wir Schlafen, aber denken, wir seien wach. Was passiert da in unserem Gehirn?

Sleep Perception Gap: Darum schalten wir nicht ab

Normalerweise schalten sich beim Einschlafen nach und nach die verschiedenen Bereiche in unserem Gehirn ab. Bei der Sleep Perception Gap allerdings schalten sich große Teile des Gehirns auf einmal ab, während die anderen Bereiche wach bleiben. Dies kann beispielsweise passieren, wenn wir in einer ungewohnten Umgebung schlafen.

Leider kann dies auch passieren, wenn wir gestresst sind oder unter Druck stehen. Dann kann es passieren, dass sich eine Gehirnhälfte abschaltet und die andere wach bleibt. Für uns entsteht das Gefühl, wir hätten gar nicht geschlafen. Faktisch ist das aber nicht richtig.

Unser Artikel: „Stress abbauen: Warum es für gesunden Schlaf so wichtig ist“ erklärt die Zusammenhänge zwischen Stress und schlechtem Schlaf und sagt dir, wie du den Stress loswirst.

Der Überlebensinstinkt ist schuld

Schuld an diesem Phänomen ist unser Überlebensinstinkt. Denn zu Urzeiten war es wichtig, immer wachsam zu bleiben, da wir auch im Schlaf Gefahr ausgesetzt waren. Heutzutage ist meist Stress Schuld am Gefühl nicht geschlafen zu haben.

Doch auch wenn wir mehr schlafen als wir denken – wirklich erholsam ist der Schlaf nicht. Uns fehlt es dann nämlich am wichtigen REM-Schlaf, also dem Schlaf, der für die Verarbeitung unserer Erlebnisse verantwortlich ist. Abhilfe bei Schlaflosigkeit schafft vor allem Entspannung. Ob ein erholsames Bad, ein Buch oder Yoga: Alles was den Stress reduziert führt zu erholsameren Schlaf und damit auch zum Beenden der Sleep Perception Gap.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de