Schlafprobleme

Schlafstörungen: 7 Gründe für Durchschlafprobleme

Schlafstörungen: 7 Gründe für Durchschlafprobleme

Nachts manchmal wach werden – das kennt jeder. Treten Schlafstörungen allerdings regelmäßig auf, kann es verschiedene Gründe dafür geben. Hier erfährst du, welche sieben Gründe hinter Durchschlafstörungen stecken können.

Schlafstörungen: Eine Frau sitzt schlaflos auf dem Bett und hält sich den Kopf.
Es gibt viele Gründe für Schlafstörungen. Bild: Fotolia

Schlafstörungen können viele Ursachen haben, denn ein erholsamer Schlaf setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Da wären zum einen die äußeren Faktoren. Wie gut ist die Matratze? Hat das Kopfkissen eine passende Form? Ist die Bettdecke atmungsaktiv und nicht zu warm oder kalt? Das Problem ist schnell gelöst. Kaufe einfach die für dich passenden Produkte.

Anders sieht es mit psychischen oder körperlichen Gründen aus. Hier sieht die Sache schon anders aus. Im ersten Schritt müssen die Auslöser überhaupt erst einmal gefunden werden. Wir zählen sieben Ursachen auf, die für Schafstörungen verantwortlich sein können.

7 Gründe für Schlafstörungen

1. Stress und Ängste

Häufig sind psychischen Gründe für Schlaflosigkeit verantwortlich. Stress auf der Arbeit, die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch oder große Verantwortung kann zu Schlafstörungen führen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten dem Problem beizukommen:

  1. Nutze Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation vor dem Schlafengehen, um zur Ruhe zu kommen.
  2. Feste Einschlafrituale helfen, deinen Rhythmus zu finden. Und das beruhigt den Geist. So kann es helfen vor dem Zubettgehen regelmäßig beruhigende Musik zu hören und danach die Füße zu massieren. Ein Klassiker ist natürlich ein Buch zu lesen.
  3. Trinke spezielle Tees oder andere „Einschlaf-Getränk“. Von Bananenwasser über bestimmte Teesorten bis hin zur bekannten warmen Milch mit Honig. Einschlaf-Getränke bereiten dich körperlich auf den Schlaf vor. Und das macht deine Gedanken langsamer.

2. Die Wechseljahre als Grund für Schlafstörungen

Als wären Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme nicht schon anstrengend genug, kommen auch noch Schlafstörungen hinzu. Ausgelöst werden sie häufig durch nächtliche Schweißausbrüche oder vermehrtes Grübeln. Unser Artikel „Was wirklich gegen Schlafstörungen in den Wechseljahren hilft“ leistet dir wertvolle Hilfestellung bei dem Thema.

3. Unregelmäßige Schlafgewohnheiten

Gerade Menschen im Schichtdienst haben mit unregelmäßigen Schlafgewohnheiten und damit Schlafstörungen zu kämpfen. Dafür gibt es sogar einen Begriff – das sogenannte Schichtarbeitersyndrom. Musst du in Schichten arbeiten, gibt es ein paar Tricks, die dir das Leiden erleichtern:

  • Wechsel, wenn es geht, die Schichten nur im Uhrzeigersinn.
  • Bei Nachtschichten: Lege dir eine Tageslichtlampe für die Arbeit zu.
  • Im Schlafzimmer kann eine Schlafmaske helfen.

Bei allen, die das Glück haben, nicht im Schichtdienst arbeiten zu müssen, helfen feste Zubettgehzeiten. Unser Körper mag Routinen. Wenn du mehr über deine Schlafgewohnheiten wissen willst, lies unseren Artikel „Eule oder Lerche: Welcher Schlaftyp bist du?“ oder unseren Lexikoneintrag über den Chronotyp.

4. Schlafstörungen durch Schlafapnoe

Ein nicht zu unterschätzendes Problem bei Schlafstörungen: Die Schlafapnoe. Sie zeichnet sich durch lautes Schnarchen und Atemaussetzer während des Schlafs aus. Durch den gestörten Atemrhythmus wachen Betroffene nachts oft auf. Tagsüber sind sie dann müde und erschöpft. Du bist dir nicht sicher, ob du unter Schafapnoe leidest? Dann schau dir unseren Artikel „Schlafapnoe – Symptome, auf die du achten solltest“.

5. Übermäßiger Alkoholkonsum

In kleinen Mengen kann Alkohol zwar einschlaffördernd wirken, auf das Durchschlafen hat er allerdings schon in geringem Maße eine negative Wirkung. Umso schlimmer wird es, je höher die zugeführte Alkoholmenge ist. Verschiedene Gründe sind dafür verantwortlich.

  1. Übermäßiger Alkoholkonsum führt zu Schnarchen und Atemaussetzer (die oben genannte Schlafapnoe). Grund dafür ist die muskelentspannende Wirkung des Alkohols.
  2. Alkohol stört den REM-Schlaf. Die für die Erholung so wichtige Schlafphase wird extrem verkürzt.
  3. Alkohol regt die Urinproduktion an. Wir müssen häufiger auf die Toilette.

Was Alkoholkonsum alles anrichten kann, erfährst du in unserem Artikel „Schlafstörung: Wie Alkohol den Schlaf gefährden kann“.

6. Unruhige Beine (Restless Legs Syndrom)

Auch RLS kann für Schlafstörungen sorgen. Kribbeln oder schmerzen deine Beine nachts und nur Bewegung verschafft dir Linderung? Dann leidest du vielleicht unter dem Restless Legs Syndrom. Mit dem Selbsttest der deutschen Restless Legs Vereinigung, kannst du testen, ob du unter dem Syndrom leidest.

Solltest du unter RLS leiden, kann dir ein Neurologe helfen. Zwar ist RLS nicht heilbar, aber zumindest gut behandelbar. Ein Neurologe kann dir sowohl medikamentöse als auch nicht medikamentöse Therapien vorstellen. Wenn du mehr über das RLS wissen willst, lies unseren Artikel über das Restless Legs Syndrom.

7. Ein zu warmes Schlafzimmer

Eine häufige Ursache für schlechten Schlaf: Die Temperatur im Schlafzimmer ist zu hoch. Was sich beim Einschlafen noch schön gemütlich angefühlt hat, sorgt mitten in der Nacht für Schweißausbrüche. Der Grund dafür liegt in unserem Körper. Der erhöht nämlich während des Schlafs die Körpertemperatur. Achte deswegen auf die Umgebungstemperatur. Die optimale Schlaftemperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad. Übrigens kann schon ein Fuß für Abkühlung sorgen, weswegen Nachts besser nur ein Fuß zugedeckt sein sollte.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de