Schlafprobleme

Schlaf ab 50: 5 Tipps gegen nächtliche Wadenkrämpfe

Schlaf ab 50: 5 Tipps gegen nächtliche Wadenkrämpfe

Man wird älter und plötzlich verändert sich der Schlaf ab 50. Plötzlich schläft man weniger und auch schlechter. Unter anderem, weil Wadenkrämpfe in der Nacht zunehmen oder das erste Mal auftreten. Woher kommt diese Veränderung? Wir klären auf. 

Schlaf ab 50: Frau massiert sich das schmerzende Bein.
Beim Schlaf ab 50 sind Wadenkrämpfe ein häufiges Problem. Bild: iStock/Tijana Simic

Im Laufe unseres Lebens durchlaufen wir viele verschiedene Stadien des Schlafes. Während wir im Säuglingsalter noch bis zu 18 Stunden täglich schlafen, werden es immer weniger Stunden, je älter wir werden. Mit 50 kommen wir dann noch einmal in eine Phase, in der sich unser Schlaf verändert. Aber warum verändert sich der Schlaf ab 50 und warum treten dann vermehrt Wadenkrämpfe auf?

Was sind Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfe, die häufig in der Nacht auftreten (besonders im Schlaf ab 50), sind nicht nur unangenehm, sie können auch deinen Schlaf, dein Trainingsprogramm und deine allgemeine Lebensqualität beeinträchtigen. Die besonders intensiven Schmerzempfindungen entstehen, wenn sich ein Muskel zusammenzieht und anspannt. Die Krämpfe beginnen in der Regel sehr plötzlich und unkontrolliert und können entweder im Wachzustand oder während des Schlafes auftreten.

Der Schmerz nach dem Krampf kann es den Betroffenen dann schwer machen, wieder einzuschlafen. In einigen Fällen beginnen sie langsam mit leichteren Krämpfen und weniger schmerzhaften Warnzeichen. Wadenkrämpfe dauern einige Sekunden bis Minuten und enden meistens so abrupt, wie sie begonnen haben. 

Was sind die Ursachen von Wadenkrämpfen?

Nächtliche Wadenkrämpfe sind ein häufiges Problem. Über 90 Prozent der Erwachsenen sind regelmäßig betroffen. Mit dem Alter nimmt das Risiko weiterhin zu. 33 Prozent der über 50-Jährigen haben mindestens alle zwei Monate schlafbezogene Wadenkrämpfe. Das liegt daran, dass sich die Sehnen (das Gewebe, das die Muskeln mit den Knochen verbindet) mit zunehmendem Alter verkürzen. Da der Magnesiumspiegel während in der Nacht sinkt, kann auch ein allgemeiner Magnesiummangel das Phänomen fördern. Auch das geschieht im Schlaf ab 50 eher.

Folgende Krankheiten und Faktoren erhöhen zusätzlich die Wahrscheinlichkeit für nächtliche Wadenkrämpfe: 

  • Diabetes
  • Erkrankungen der Blutgefäße
  • Stoffwechselstörungen
  • Nerven- oder Muskelkrankheiten
  • Starke körperliche Betätigung
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Dehydrierung
  • Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen

Wie behandelt man Beinkrämpfe?

Dehnen

  • Bei einem akuten schmerzhaften Muskelkrampf kann eine Dehnung des betroffenen Bereiches die Krämpfe lindern. Strecke dazu das Bein und ziehe die Zehen zum Schienbein hin. Halte die Position, bis der Schmerz langsam weniger wird. In einigen Fällen hilft es auch, vorsichtig aufzustehen und herumzulaufen. 

Massieren

  • Massagen oder eine heiße Dusche vor dem Schlafengehen können ebenfalls krampflösend wirken. Leichtes Massieren des betroffenen Muskels kann die Muskulatur lockern und die Durchblutung anregen.

Flüssigkeit

  • Der Schlaf ab 50 benötigt auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Stelle sicher, dass du den Tag über genug trinkst und nimm gegebenenfalls elektrolythaltige Getränke zu dir. Deinen Alkohol- und Koffeinkonsum zu reduzieren, kann ebenfalls hilfreich sein. Darüber hinaus kann Magnesium zur Vorbeugung eingenommen werden, allerdings ist seine Wirksamkeit nicht eindeutig erwiesen. 

Wadenwickel

  • Warme Wadenwickel können helfen, die verkrampfte Muskulatur zu entspannen. Übergieße dazu ein Handtuch mit warmen Wasser, wringe es aus und umwickle damit die betroffene Stelle. Wiederhole den Vorgang, sobald das Handtuch abgekühlt ist. 

Baden

  • Ein warmes Bad entspannt die Muskeln und macht dabei auch noch schön schläfrig. Wenn möglich nutze noch einen Badezusatz, der die Muskeln zusätzlich entspannt. Das minimiert die Gefahr auf einen nächtlichen Wadenkrampf.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de