Schlafprobleme

Schlaf ab 50: 4 Gründe, warum du schlechter schläfst

Schlaf ab 50: 4 Gründe, warum du schlechter schläfst

Bei vielen Menschen wird der Schlaf ab 50 schlechter. Plötzlich schlafen sie nicht mehr durch oder wesentlich kürzer, als noch vor ein paar Jahren oder Monaten. Woher kommt die plötzliche Verschlechterung des Schlafs? Wir erklären, was dahinter steckt.

Älteres Pärchen kämpft mit schlechtem Schlaf ab 50.
Schlechter Schlaf ab 50 kann zu einer frustrierenden Angelegenheit werden. Bild: iStock/blackCAT

Dass sich der Schlaf ab 50 verändert, ist – betrachtet auf das ganze Leben – nichts Ungewöhnliches. Schlafdauer und Schlafgewohnheit verändern sich im Laufe unseres Lebens viele Male. Während wir als Babys bis zu 18 Stunden am Tag schlafen, wird der Schlafbedarf bis zur Pubertät immer weniger. Erst mit 18 erreichen wir dann die Schlafdauer von sieben bis neun Stunden, die uns für den größten Teil unseres begleiten wird. Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Artikel: „Das ist die perfekte Schlafdauer für dein Alter“.

Gleichzeitig sind wir in der Pubertät und in jungen Jahren wahre Eulen. Wir wollen lange schlafen und drehen erst mit Sonnenuntergang so richtig auf. Auch dieses Schlafverhalten ändert sich im Laufe der Jahre und aus den nachtaktiven Eulen werden (in den meisten Fällen) frühaufstehende Lerchen. Unser Artikel „Eule oder Lerche: Welcher Schlaftyp bist du?“ erklärt diese beiden Schlaftypen eingehender.

Darum ist der Schlaf ab 50 schlechter

Wir nennen drei Gründe, warum der Schlaf ab 50 schlechter werden kann.

1. Geringere Melatonin-Produktion

Melatonin wird gemeinhin als unser Schlafhormon bezeichnet. Es regelt unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Unser Körper beginnt mit der Melatonin-Produktion, wenn es dunkel wird und stellt sie ein, wenn es wieder hell wird. Im Alter lässt die Produktion des Schlafhormons allerdings immer weiter nach, wodurch erholsames Ein- und Durchschlafen immer schwieriger wird.

Übrigens: In unserem Interview mit Somnologe Dr. Hans Günter Weeß erklären wir, warum Melatonin-Präparate keine gute Wahl sind.

2. Die Wechseljahre

Die Wechseljahre beginnen bei den Frauen in Deutschland durchschnittlich im Alter von 51 Jahren. Und in den Wechseljahren verringert sich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Genau dieses hilft Frauen aber beim Einschlafen, wodurch es beim Schlaf ab 50 vermehrt zu Schlafstörungen kommt. Mehr dazu findest du in unserem Artikel: „Menopause: So verändert sich der Schlaf in den Wechseljahren“.

3. Zu viel Kopfkino

Mit zunehmendem Alter machen wir uns auch immer mehr Gedanken über unseren Beruf, unsere Familie und unsere generelle Lebenssituation. Solche Gedanken halten wach. Glücklicherweise gibt es viele sanfte Methoden, das Kopfkino in der Nacht zum Schweigen zu bringen. Wenn du das Kopfkino ausschalten willst, lies unseren Artikel: „Stress abbauen: Warum es für gesunden Schlaf so wichtig ist“. Dort stellen wir verschiedene Methoden vor, mit denen du deine Gedanken beruhigen kannst.

4. Kürzere Tiefschlafphasen

Ein weiterer Grund, warum der Schlaf ab 50 schlechter wird, ist, weil wir immer weniger Tiefschlaf bekommen. Dieser ist aber wichtig für die Erholung des Körpers. Dafür verlängern sich die Leichtschlafphasen. Zum Teil ist auch dafür die geringere Melatonin-Ausschüttung verantwortlich. Wenn du mehr über unseren Schlaf wissen willst, lies unseren Artikel über Schlafphasen.

3 Blitz-Tipps für besseren Schlaf

Es gibt einige Möglichkeiten, wie du deinen Schlaf wieder verbessern kannst. Hier kommen drei Blitz-Tipps für guten Schlaf ab 50.

1. Eine Gewichtsdecke

Eine Gewichtsdecke gaukelt mit ihrer Schwere dem Körper eine Umarmung vor. Dadurch schüttet er vermehrt Serotonin aus. Serotonin ist nicht nur unser Wohlfühlhormon, durch das wir uns angenehm behaglich fühlen, es wird nachts auch zum Teil in Melatonin umgewandelt. Dadurch kannst du also gleich in doppeltem Sinne gut schlafen. Gute Gewichtsdecken gibt es beispielsweise von Cura of Sweden. Auf Amazon gibt es noch weitere Hersteller von Gewichtsdecken.

2. Lavendel

Ob als Lavendelöl, als Tee oder als Diffuser-Duft: Im Gegensatz zu künstlichen Melatonin-Produkten hilft Lavendel (so wie auch Baldrian) wirklich beim Einschlafen. Auch hier fördert der angenehme Geruch die Ausschüttung von Serotonin was den Schlaf ab 50 verbessern kann. „Lavendel: So hilft die Pflanze bei Schlafstörungen“ geht dem Geheimnis der Pflanze auf den Grund.

3. Bewegung

Damit ist nicht ausschließlich Sport gemeint (obwohl der am besten ist). Ein ausgiebiger Abendspaziergang funktioniert ebenfalls. Auch hier greift das gleiche Prinzip, wie bei den oben genannten Punkten. Körperliche Bewegung sorgt für die Ausschüttung von Serotonin, welches in unserem Körper wiederum zum Teil in Melatonin umgewandelt wird. Aber bitte zwischen der Körperertüchtigung und dem Zubettgehen zwei bis drei Stunden vergehen lassen.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de