Schlafprobleme

Nächtliche Übelkeit: Das sind die Ursachen

Nächtliche Übelkeit: Das sind die Ursachen

Übelkeit ist zu jeder Zeit unangenehm, doch in der Nacht, wenn man eigentlich schlafen will, kann es besonders lästig sein. In unserem Artikel erfährst du, was nächtliche Übelkeit verursachen kann und wann du einen Arzt aufsuchen solltest.

Frau liegt krank im Bett.
Übelkeit ist meistens ein Symptom einer anderen Erkrankung. Bild: iStock

Übelkeit beschreibt häufig ein unangenehmes Gefühl im Oberbauch, welches mit Appetitverlust einhergeht. In einigen Fällen können weitere Symptome wie vermehrter Speichelfluss, übermäßiges Schwitzen, Bauchkrämpfe und Erbrechen dazukommen. Übelkeit ist keine eigenständige Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom, das im Rahmen einer anderen Erkrankung auftritt.

Sollte die Übelkeit daher regelmäßig auftreten oder über einen längeren Zeitraum anhalten und mit weiteren Symptomen wie starken Schmerzen im Bereich des Nabels oder der Leiste, Gewichtsverlust, Schwindel, übermäßigem Durst, Verwirrung, verschwommenes Sehen oder starken Unterleibsschmerzen einhergehen, wende dich bitte umgehend an einen Arzt. 

Wir haben im Folgenden mögliche Ursachen für nächtliche Übelkeit zusammengefasst.  

Nächtliche Übelkeit: Das sind die Ursachen

1. Zu üppiges Abendessen 

Die Nahrungsmittel, die du vor dem Schlafengehen zu dir nimmst, können eine wichtige Rolle dabei spielen, wie sich der Körper in der Nacht und am nächsten Morgen fühlt. In vielen Fällen kann ein ungesundes, fettiges oder zu üppiges Abendessen der Grund für nächtliche Übelkeit sein.

Eine schwere Mahlzeit am späten Abend kann zu Verdauungsstörungen führen und den zirkadianen Rhythmus durcheinander bringen. Während unser Verdauungssystem in den Morgenstunden am aktivsten ist, arbeitet es am Abend und in der Nacht reduzierter, damit sich unser Körper auf die Erholung und Reparation der Organe zu konzentrieren kann. Nimmt man nun kurz vor dem Schlafengehen noch eine reichhaltige Mahlzeit zu sich, wird das Essen langsamer verdaut und bleibt daher länger im Magen-Darm-Trakt liegen. Das kann neben Schlafstörungen auch zu Übelkeit in der Nacht führen. 

Darüber hinaus kann auch eine Lebensmittelvergiftung oder ein Magen-Darm-Infekt starke Übelkeit und Erbrechen in der Nacht verursachen. Auslöser sind meistens Bakteriengifte wie Salmonellen oder Staphylokokken. 

2. Schwangerschaft

Übelkeit ist ein häufiges Symptom in der Schwangerschaft. Obwohl das flaue Gefühl meistens als Morgenübelkeit bezeichnet wird, kann es zu jeder Tageszeit auftreten. Grund dafür ist ein Anstieg der Hormone während der Schwangerschaft. Die gute Nachricht: In der Regel lindern sich die Beschwerden ab der 14. Schwangerschaftswoche. 

3. Angstzustände und Stress

Psychischer Stress und Angstzustände können zu Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit führen. In belastenden Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin aus. Mit ihrer Hilfe soll unser Organismus in Alarmbereitschaft versetzt werden, um sich auf einen möglichen Kampf oder eine mögliche Flucht einzustellen. Die Folge: Die Muskulatur wird stärker durchblutet und der Herzschlag beschleunigt. Gleichzeitig werden die Körperfunktionen heruntergefahren, die in dem Moment nicht gebraucht werden. Dazu zählt beispielsweise die Verdauung. Das kann zu Verstopfungen, aber auch zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.  Insbesondere in der Nacht können sich Angstzustände und Sorgen verstärken. Warum das so ist, erfährst du in unserem Artikel: Warum scheinen Sorgen in der Nacht schlimmer?

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de