Schlafprobleme

Morgens verklebte Augen: 3 Gründe und Hilfe

Morgens verklebte Augen: 3 Gründe und Hilfe

Wer morgens verklebte Augen hat, denkt schnell an eine Erkrankung. Verständlich, doch glücklicherweise sind in den meisten Fällen vermeidbare Fehler Schuld am morgendlichen Augenschleim. Wir nennen drei Gründe für verklebte Augen und sagen was du dagegen tun kannst.

Morgens verklebte Augen. Mann reibt sich verschlafen das Auge.
Wer morgens verklebte Augen hat, muss nicht direkt krank sein. Bild: iStock

Morgens verklebte Augen zu haben, ist nicht schön. Unsere Augen gehören zu unseren empfindlichsten Organen und Erkrankungen an ihnen gehen immer auch mit einem Gefühl der Unsicherheit und Verlorenheit einher. Und in vielen Fällen ist auch tatsächlich eine Erkrankung Schuld am morgendlichen Augenschleim, sei es ein Gerstenkorn, eine Bindehautentzündung oder sogar Herpes.

Umso erleichterter kann man sein, wenn den verklebten Augen keine Krankheit zugrunde liegt und sie durch vermeidbare Fehler entstanden sind. Welche Fehler das sind und wie du sie zukünftig vermeiden kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Unser Artikel „Verklebte Augen am Morgen: Ursachen, Symptome, Hilfe“ setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander und nennt auch Hilfe bei verklebten Augen durch Erkrankungen.

Morgens verklebte Augen: 3 Gründe

Hier kommen die drei häufigsten Gründe für verklebte Augen beim Aufwachen und Tipps, was du dagegen tun kannst.

1. Reste von Make-up

Bei Frauen mit Abstand die häufigste Ursache. Meist muss man schon länger andere Anzeichen ignoriert haben. Beispielsweise gerötete oder juckende und schmerzende Augen. Gründe für verklebte Augen können eine Unverträglichkeit sein oder Reste, die sich über Nacht vor den Tränenkanal oder die Meibom-Drüsen gesetzt haben und eine problemlose Selbstreinigung des Auges verhindern.

Tipp: Um morgens verklebte Augen zu vermeiden, die Augen richtig und gründlich vom Make-up befreien. Dafür ein feuchtes, aber nicht nasses Wattepad oder Abschminktuch für einige Sekunden auf das geschminkte Auge legen und einwirken lassen. Dann die Schminke vorsichtig nach unten oder außen ausreiben. Rubbeln und kreisförmiges Reiben sorgt dafür, dass du das Make-up im Auge verteilst.

2. Kontaktlinsen

Wer morgens verklebte Augen durch Kontaktlinsen hat, hat auch hier vorher viele Warnzeichen ignoriert. Auch hier treten zunächst gerötete und juckende Augen auf. Dies kommt meist vom fehlenden Sauerstoff. Gerade ältere Kontaktlinsen verhindern eine vernünftige Versorgung des Auges mit Sauerstoff, wodurch kleine Äderchen in den Augen auftreten.

Tipp: Nutze in der nächsten Zeit keine Kontaktlinsen, um die Augen zu schonen. Dann sollten sie sich von sich aus erholen. Beachte zudem folgende Dinge:

  1. Trage Kontaktlinsen nie über die angegebene Tragezeit hinaus. Gerade die Poren weicher Kontaktlinsen verstopfen mit der Zeit und lassen immer weniger Sauerstoff ans Auge. Das führt nicht nur zu einem Sauerstoffmangel, sondern auch zur Verbreitung von Bakterien.
  2. Wasche dir immer gründlich die Hände, bevor du die Kontaktlinsen aus dem Auge nimmst. Unsere Hände sind voller Bakterien und Viren. Wäschst du deine Hände nicht gründlich, gelangen sie ins Auge und verursachen dort Bindehautentzündungen und andere Augenerkrankungen.
  3. Im besten Fall nutzt du eine Wasserstoffperoxid-Lösung für die Lagerung der Kontaktlinsen. Diese Lösungen werden mit Reinigungstabletten angeboten, reinigen die Kontaktlinsen porentief und töten etwaige Bakterien und Viren ab. Einziger Nachteil: Du kannst die Kontaktlinsen häufig für mindestens zwei Stunden (meist länger) nicht mehr tragen, bis die Tablette die Peroxid-Lösung zur Kochsalzlösung umgewandelt hat.

3. Zu trockene Augen

Dieses Problem kann ebenfalls durch Kontaktlinsen entstehen. Wer unter zu trockenen Augen leidet, hat häufig morgens verklebte Augen. Grund dafür ist, dass die Augen in der Nacht nicht richtig „geschmiert“ werden und die wenige Flüssigkeit vertrocknet.

Tipp: Auf die Schnelle können auch hier Augentropfen helfen, die du vor dem Zubettgehen noch einmal in deine Augen tröpfelst. Auf Dauer gilt es aber, die Produktion der Tränenflüssigkeit zu steigern. Ein Hausmittel kann tatsächlich sein, regelmäßig Zwiebeln zu schneiden. Durch die Dämpfe werden die Tränendrüsen zur Produktion gezwungen, was sie quasi anregen kann, dauerhaft mehr Tränenflüssigkeit zu produzieren. Allerdings solltest du trotzdem einen Arzt aufsuchen.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de