Schlafprobleme

Grüner Star: Schlechter Schlaf fördert die Augenkrankheit

Grüner Star: Schlechter Schlaf fördert die Augenkrankheit

Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und jetzt anscheinend auch noch Grüner Star: Schlechter Schlaf hat auf unseren Körper einen größeren Einfluss, als viele glauben. Forschende werteten die Daten von über 400.000 Menschen aus und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis. Wir erklären, wieso Schlafprobleme für eine schlechte Sicht sorgen.

Grüner Star: Die Augen einer Älteren Frau.
Grüner Star kann laut einer Studie durch schlechten Schlaf ausgelöst werden. Bild iStock/skynesher

Eine Augenkrankheit konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Daten der über 400.000 Menschen vor allem auslesen: Grüner Star. Für ihre Ergebnisse nahmen sie die Ergebnisse aus der UK-Biodatenbank und untersuchten das Verhältnis zwischen Schlafproblemen und Glaukom-Diagnosen.

Für die Studie kamen die Forschenden zu dem Ergebnis, dass die als ideale Schlafdauer angegebenen sieben Stunden auch für unsere Augen optimal ist. Alles über einer Schlafdauer von neun Stunden und unter sieben Stunden führt auf Dauer zu schlechten Augen. Wie viel Schlaf ist zu wenig? Und warum zu viel Schlaf schädlich? Unsere Artikel gehen diesen Fragen auf den Grund.

Was ist Grüner Star?

Grüner Star ist eine Augenkrankheit, bei dem das Sehvermögen nach und nach nachlässt, weil der Sehnerv abstirbt. Der übergeordnete Begriff für Grüner Star ist auch Glaukom, wobei mit letzterem Begriff generell alle Augenkrankheiten bezeichnet werden, bei denen der Sehnerv abstirbt.

Beim grünen Star wird der Sehnerv durch einen zu hohen Augeninnendruck beschädigt. Der konstant hohe Druck beschädigt die Nervenzellen, sodass sie absterben. Zu hoher Innendruck kann beispielsweise durch eine Entzündung, durch Verletzungen oder durch eine Gefäßerkrankung entstehen. Rund zwei von 100 Menschen über 40 Jahre entwickeln in den Industrienationen einen grünen Star.

Darum ist schlechter Schlaf gefährlich

Die Forschenden gehen nach der Auswertung der Daten davon aus, dass Tagesmüdigkeit, Schnarchen oder gar eine Schlafapnoe in Zusammenhang mit dem Risiko stehen, an einem grünen Star zu erkranken. Betroffene eines Glaukoms litten auch verhäuft unter den genannten Schlafproblemen.

Aber auch zu viel und zu wenig Schlaf können das Risiko für ein Glaukom erhöhen. Gerade deshalb sei – laut Forschenden – eine gesunde Schlafhygiene mit einer Schlafdauer zwischen sieben und neun Stunden als Glaukom-Prävention sinnvoll. Es sei vor allem wichtig, erholsam und mit genügend Tiefschlaf zu schlafen.

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Quellen:

Gesundheitsinformation: Grüner Star (Glaukom).

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de