Schlafprobleme

Dyspnoe: Das kannst du gegen nächtliche Atemnot tun

Dyspnoe: Das kannst du gegen nächtliche Atemnot tun

Wer das Gefühl hat, nachts nicht genügend Luft zu bekommen, der leidet wahrscheinlich einer sogenannten Dyspnoe. Die Kurzatmigkeit kann ein Symptom für viele Erkrankungen sein. Welche das sind und was du selber dagegen tun kannst, erklären wir hier. 

Nächtliche Atemnot kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Bild: iStock

Die Symptome einer Dyspnoe (Luftnot, Atemnot) können zwar unterschiedlich sein, betroffene Personen haben jedoch oft das Gefühl nicht genügend Luft zu bekommen, zu ersticken oder erleben ein Engegefühl oder Brennen in der Brust. Dies kann Beklemmung oder sogar Todesangst auslösen. Atemnot wird in den meisten Fällen von einer ungewöhnlich raschen, flachen oder geräuschvollen Atmung begleitet. Um die Atemleistung zu verbessern, setzen sich die von Luftnot Geplagten typischerweise auf und beugen sich nach vorne, während sie sich mit den Armen abstützen. 

Obwohl es normal ist, gelegentlich unter Atemnot zu leiden, beispielsweise nach intensiver körperlicher Betätigung, sollte man diesem Symptom nachgehen, wenn es zu untypischen Zeiten, wie etwa mitten in der Nacht, auftritt. Dann könnte es ein Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Da die Ursachen für nächtliche Atemnot vielfältig sind, ist es schwierig, genau zu bestimmen, was die nächtliche Routine stört. Einige mögliche Erklärungen sind Blutarmut, Asthma, Allergien, Skoliose, Herzmuskelentzündung, Probleme in der Lunge, Krebs bis hin zu Stress oder psychischen Belastungen.

Einer weiterer häufiger Grund für Kurzatmigkeit in der Nacht ist die Schlafapnoe, eine potenziell schwerwiegende Schlafstörung, bei der die Atmung immer wieder aussetzt. Weitere Informationen zur Schlafapnoe, kannst du in unserem ausführlichen Artikel zu Schlafapnoe nachlesen.

Sollte sich die nächtliche Atemnot verschlimmern, länger anhalten und im Zusammenhang mit blauen Lippen oder Fingern, Schwellungen in den Füßen, grippeähnlichen Symptomen, Keuchen oder Geräuschen beim Atmen auftreten, begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung

Das kannst du selber gegen nächtliche Atemnot tun

Nächtliche Dyspnoe kann dich daran hindern, richtig zu schlafen und deine allgemeine Gesundheit beeinträchtigen. Das kannst du selber gegen Atemnot tun: 

1. Kutschersitz

Eine Übung, die hilfreich ist, wenn du unter akuter Atemnot leidest ist der sogenannte „Kutschersitz“. Setze dich dazu auf die Vorderkante eines Stuhls und beuge dich mit dem Oberkörper nach vorne. Lege die Unterarme auf die Oberschenkel und lass die Hände locker hängen. Krümme den Rücken wie eine Katze. Indem du deinen Oberkörper mit den Armen abstützt, nimmst du das Gewicht der Schultern von deinem Brustkorb, sodass du freier atmen kannst. 

2. Ruhe bewahren

Wer aufgrund einer Panikattacke unter Atemnot leidet, atmet kurz und flach in den Brustkorb hinein. Auch wenn es schwerfällt, sollten betroffene Personen unbedingt versuchen, Ruhe zu bewahren. Angst und Panik können die Luftnot weiter verschlimmern. Nimm eine Körperhaltung ein, die das Atmen erleichtert (wie den Kutschersitz). Auch bewusstes Atmen kann helfen, die Atmung wieder zu normalisieren. 

3. Frische Luft 

Auch frische Luft kann unter Umständen helfen. Kühle, frische Luft enthält mehr Sauerstoff als warme und kann eine Dyspnoe mildern. Geh dazu kurz nach draußen oder öffne ein Fenster. 


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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de