Schlafprobleme

Aufschrecken im Schlaf: Diese Ursachen stecken dahinter

Aufschrecken im Schlaf: Diese Ursachen stecken dahinter

Du sitzt kerzengerade im Bett, dein Herz klopft und du bist völlig verschwitzt? Du hattest wohl gerade einen Nachtschreck. Doch was sind die Ursachen für nächtliches Aufschrecken im Schlaf?

Du sitzt kerzengerade im Bett, dein Herz klopft und du bist völlig verschwitzt? Du hattest wohl gerade einen Nachtschreck. Doch was sind die Ursachen?
Nächtliches Aufschrecken im Schlaf (Pavor Nocturnus) ist für Betroffene besonders belastend. Bild: iStock

Es gibt Momente, da sitzt man kerzengerade im Bett und fragt sich, was eigentlich passiert ist. Gerade das nächtliche Aufschrecken kann für Betroffene zu einer besonders belastenden und unangenehmen Erfahrung werden. Du bist erst kürzlich aus deinem Schlaf hochgeschreckt, warst schweißgebadet und hast vielleicht auch starkes Herzklopfen an dir bemerkt? Wir klären dich über die Ursachen für das nächtliche Aufschrecken auf und was du dagegen tun kannst.

Aufschrecken im Schlaf: Was ist ein Nachtschreck?

Bei einem Nachtschreck (Pavor Nocturnus), schrecken die Betroffenen im Schlaf hoch und sind von massiver Angst erfüllt. Die Episoden treten meist im ersten Drittel der Nacht während des Tiefschlafes auf. Zwar betrifft diese Form der Schlafstörung vor allem Klein- und Schulkinder, doch auch Erwachsene können von dem nächtlichen Hochschrecken betroffen sein. Ein Nachtschreck macht sich bei Betroffenen häufig durch Wimmern, Keuchen oder einen Schrei bemerkbar. Begleitet wird das Aufschrecken meist von kaltem Schweiß, einem schnellen Puls und einer beschleunigten Atmung. Nach dem Nachtschreck sitzt die Person oft kerzengerade im Bett, ist stark desorientiert und kaum zu beruhigen.

Aufschrecken im Schlaf: Das sind die Ursachen

Bei Kindern beginnt die Schlafstörung meist im Alter von vier bis zwölf Jahren und hört in der Regel im Jugendalter wieder auf. Als Ursache für das nächtliche Aufschrecken kommen beispielsweise unverarbeitete Probleme und Ängste sowie Stress, Fieber und Schlafentzug infrage. Bei Erwachsenen beginnt die Schlafstörung meist im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Oft hält der Pavor Nocturnus auch über einen längeren Zeitraum an. Ursachen für das nächtliche Aufschrecken im Erwachsenenalter sind vor allem psychischer Natur. „Wer Probleme und Stress des Tages nicht abschließen kann, nimmt sie mit in den Schlaf“, so Jürgen Zulley, Psychologe und Schlafforscher, in einem Interview mit hna.de.

Ursachen für nächtliches Aufschrecken im Schlaf

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Generalisierte Angststörung
  • Bestimmte Persönlichkeitsstörungen
  • Depressionen
  • Stress
  • Überforderung
  • Belastende Lebensumstände

Was hilft gegen nächtliches Aufschrecken im Schlaf?

Um das nächtliche Aufschrecken in den Griff zu bekommen, gilt es erst einmal die Ursache zu finden. Bist du zurzeit gestresst oder hast mit überfordernden Lebensumständen zu kämpfen? Dann könnte sich hier auch die Ursache für das nächtliche Aufschrecken verbergen. Liegen die Probleme tiefer, kann eine Psychotherapie bei der Bewältigung der Schlafstörung helfen. Auch entspannende Rituale, Atemübungen, autogenes Training, progressive Muskelentspannung sowie Yoga oder Meditation können dabei helfen, Stress abzubauen und körperliche Verspannungen zu lösen. Das nächtliche Aufschrecken verflüchtigt sich dann meist von selbst wieder.

Quellen:

Techniker Krankenkasse

Hessische/Niedersächsische Allgemeine

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Isabell Stiller