Schlafprobleme

Angst vor dem Schlafen überwinden: 3 Tipps

Angst vor dem Schlafen überwinden: 3 Tipps

Wenn dich bereits der bloße Gedanke an Schlaf oder an das Zubettgehen in Panik versetzt, könntest du an einer sogenannten Somnophobie leiden. Was sich dahinter verbirgt, erfährst du in unserem Artikel. 

Somnophobie ist eine irrationale Angst vor dem Schlaf. Bild: iStock

Was versteht man unter einer Somnophobie? 

Somnophobie verursacht extreme Ängste beim bloßen Gedanken ans Schlafengehen. Die Phobie ist auch als Hypnophobie, Clinophobie oder Schlafangst bekannt. Menschen, die unter der Angst leiden, fürchten sich davor, nicht wieder aufzuwachen oder die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren. Auch eine Albtraumstörung, die sogenannte Nightmare Disorder, kann eine Somnophobie auslösen.

Diese psychologische Erkrankung ist durch häufige Albträume gekennzeichnet, die die Lebensqualität der betroffenen Personen erheblich einschränkt, sodass es zu einer Angst vor dem Einschlafen kommen kann. In einigen Fällen können auch traumatische Ereignisse eine Somnophobie verursachen. Darüber hinaus ist der Stresspegel bei den Erkrankten oftmals erhöht, weswegen es ihnen schwerfällt, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. 

Leidest du unter einer Albtraumstörung? Unser Artikel 3 Anzeichen einer Albtraumstörung klärt auf. 

Wie äußert sich eine Schlafangst?

Menschen, die unter der Angststörung leiden, fühlen sich beunruhigt, wenn sie an Schlaf denken oder sich ihrer Schlafenszeit nähern. Häufig vermeiden sie es, ins Bett zu gehen. Sie bemühen sich bewusst, so lange wie möglich wach zu bleiben, indem sie das Licht oder den Fernseher anlassen oder sich anderweitig ablenken.

Zu den Symptomen zählen: 

  • Stress, Überforderung, Nervosität, Aufregung, Unruhe, Ängstlichkeit und Stimmungsschwankungen
  • Magenverstimmungen
  • Schneller Herzschlag und/oder schnelle Atmung
  • Muskelanspannung
  • Zittrigkeit oder Zittern
  • Schwitzen
  • Nächtliche Panikattacken (ein plötzlicher und intensiver Ausbruch von extremer Angst, der während des Schlafs auftritt und dazu führt, dass man erschrocken und in einem verängstigten Zustand aufwacht)

Die Angst vor dem Schlaf ist nicht nur lästig, sie kann sich auch auf die geistige und körperliche Gesundheit auswirken. Denn Schlaf ist ein Grundbedürfnis und lässt sich nicht vermeiden. Wer auf Dauer zu wenig schläft, riskiert damit nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall und Adipositas, sondern auch psychische Probleme und Depressionen. 

Was kann man gegen die Angst vor dem Schlafen tun?

Wenn du Angst davor hast, schlafen zu gehen und diese Angst deine Lebensqualität beeinträchtigt, solltest du einige Behandlungsmethoden und Strategien ausprobieren, die dir helfen können, mit dem Zustand fertig zu werden.

1. Hol dir professionelle Hilfe

Die Behandlung einer Somnophobie hängt von der Ursache der Symptome ab. Der erste Schritt besteht daher darin, mit einem Schlafmediziner oder einem Psychiater zu sprechen, um festzustellen, ob die Symptome durch eine andere Schlafstörung oder eine psychische Störung verursacht werden. Unabhängig von der Ursache gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Eine davon ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Diese hilft der betroffenen Person, schlafbezogene Ängste zu erkennen und zu bewältigen. Zusammen mit dem Therapeuten werden belastende Gedanken hinterfragt, um die Angstsymptome zu verringern.

2. Medikamente 

Auch einige Medikamente können schlafbezogene Angstsymptome lindern. Diese werden häufig von Therapeuten oder Ärzten verschrieben, um eine Therapie zu unterstützen. 

3. Eine gute Schlafhygiene

Ein gesundes Schlafverhalten mit festen Schlaf- und Aufwachzeiten, einem geregelten Tagesablauf, regelmäßiger Bewegung, weniger Zeit vor Bildschirmen vor dem Schlafengehen oder die Anwendung von Entspannungstechniken wie Yoga ist ebenfalls wichtig für einen erholsamen Schlaf. Des Weiteren sollte man nachts auf Alkohol und Koffein verzichten, da diese die Nachtruhe stören und Ängste sowie Panikattacken fördern können. 

Weitere Tipps zur Verbesserung deiner Schlafhygiene findest du in unserem Artikel über Schlafhygiene.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de