Schlafprobleme

7 Gründe, warum du trotz genügend Schlaf immer müde bist

7 Gründe, warum du trotz genügend Schlaf immer müde bist

Überkommen dich im Laufe des Tages regelrechte Schlafattacken, obwohl du eigentlich genügend schläfst? Wenn du tagsüber immer müde bist, könnten diese sieben Gründe dafür verantwortlich sein.

Immer müde: Frau schläft am Schreibtisch.
Bist du tagsüber immer müde? An diesen 6 Gründen kann es liegen. Bild iStock

Wenn du tagsüber immer müde bist, stecken dahinter glücklicherweise nur selten ernsthafte Krankheiten. Trotzdem können auch Diabetes oder Narkolepsie dafür verantwortlich sein, dass du tagsüber mit Schlafattacken zu kämpfen hast, obwohl du nachts ausreichend schläfst.

Solltest du unsere sieben Gründe ausschließen und dir auch sonst nicht erklären können, warum du immer müde bist, scheue dich nicht und suche deinen Hausarzt auf. Er kann dir in erster Linie weiterhelfen oder dich an einen Fachmann überweisen.

7 Gründe, warum du tagsüber immer müde bist

1. Zu wenig Bewegung

Mit dem Auto zur Arbeit, dann den ganzen Tag im Bürostuhl sitzen und abends mit dem Auto zurück. Dann wird gegessen und ab auf die Couch. Kommt dir dieser Tagesablauf bekannt vor? Dann könnte der Grund für deine Tagesmüdigkeit zu wenig Bewegung sein.

Ja, richtig gelesen! Bewegungsmangel macht auf Dauer schlapp und sorgt dafür, dass du immer müde bist. Dagegen hilft, sich so viel wie möglich zu bewegen:

  • Fahr mit dem Fahrrad zur Arbeit. Natürlich nur, wenn die Entfernung angemessen ist. Morgens 20 Kilometer zu radeln, ist nicht die Lösung.
  • Nutze die Treppen, statt des Aufzugs. Gerade morgens bringt ein wenig Treppensteigen den Kreislauf in Schwung.
  • Nutze einen Stehtisch oder stehe regelmäßig von deinem Arbeitsplatz auf. Das belebt die müden Glieder.

2. Nährstoffmangel

Besonders der Mineralstoff Eisen und die Vitamine B12 und Vitamin D sorgen für einen wacheren Geist. Bei Eisenmangel transportiert das Blut zu wenig Sauerstoff ins Gehirn, was dafür sorgt, dass du immer müde bist. Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und damit für den Sauerstoff. Und Vitamin D stärkt die Muskeln und das Immunsystem. Ein Mangel sorgt für ein Gefühl der Abgeschlagenheit.

Eisen und Vitamin B12 findest du reichlich in Fisch, Milchprodukten und Kaninchen. Für Veganer gibt es leider keine vernünftige Alternative. Hier lohnt es sich, auf Lebensmittel zurückzugreifen, die mit Vitamin B12 angereichert wurden. Eisen lässt sich auch in Kichererbsen, Linsen und Nüssen finden. Vitamin D wird von unserem Körper nur über die Sonne aufgenommen. 20 Minuten täglich auf Arme und Gesicht reichen eigentlich schon, um einen Mangel zu verhindern. Sämtliche Nährstoffe sind auch in entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln enthalten.

3. Zu viel Kaffee

Ja richtig, Kaffee gilt als Wachmacher. Zu viel des schwarzen Getränks kann aber auch müde machen. Das liegt am Molekül Adenosin, welches als Gegenspieler von Koffein angesehen werden kann. Es macht uns schläfrig und sorgt dafür, dass wir uns nicht übernehmen. Zu viel Koffein sorgt für eine Überproduktion von Adenosin. Die Folge: du wirst müde.

Wenn du immer müde bist und versuchst diese Müdigkeit mit Kaffee auszugleichen, kann das nur nach hinten losgehen. Experten raten zu maximal 400 Milligramm Koffein täglich, was circa vier Tassen Kaffee entspricht. Willst du die Adenosin-Produktion herunterfahren, trinke am besten ein paar Tage keinen Kaffee, dann reguliert sich das Adenosin von ganz alleine.

4. Stress

Natürlich darf Stress in dieser Liste nicht fehlen. Der ständig erhöhte Adrenalin-Pegel, den Stress auslösen kann, kann schnell zu Müdigkeit führen. Auch ständiges Grübeln macht müde. Ein Gehirn, das die ganze Zeit auf Hochtouren läuft, benötigt viel Energie.

Wenn dann der Stress der Arbeit mit nach Hause genommen wird, ist es kein Wunder, wenn du immer müde bist. Versuche den Druck auf der Arbeit zu lassen und entwickle feste Routinen vor dem Zubettgehen, wie beispielsweise lesen, baden oder ein Spaziergang.

5. Mangelnde Schlafqualität

Nicht nur die Schlafdauer, auch der Schlafkomfort spielt eine wichtige Rolle, wie ausgeschlafen wir am nächsten Tag sind. Am besten dunkelst du den Raum gut ab und lässt auch von draußen keinerlei lautes Geräusch rein. Wenn möglich, richte dir das Schlafzimmer im Raum abseits der Straße ein.

Auch die Matratze und das Kopfkissen spielen eine wichtige Rolle. Eine gute Matratze schont den Rücken und ein vernünftiges Kopfkissen stützt die Wirbelsäule. Auch Gewichtsdecken können wahre Wunder bewirken und die Schlafqualität deutlich verbessern.

6. Flüssigkeitsmangel

Trinkst du genug? Im Schlaf verliert unser Körper bis zu einem halben Liter Wasser. Wenn du tagsüber zu wenig Flüssigkeit zu dir nimmst, macht sich das am nächsten Morgen mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkbar. Deswegen gilt es, immer ausreichend zu trinken. Am besten 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag. Und ja, Wasser, denn Kaffee, Softdrinks und Alkohol zählen nicht dazu!

7. Trockene und verbrauchte Luft

Wir kennen es doch alle. Wir sitzen stundenlang in unserem Zimmer im Home Office und arbeiten, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht. Plötzlich überkommt einen die Müdigkeit und man kann sich keinen Reim darauf machen. Das könnte an der Luft liegen. Ist die nämlich zu trocken oder sogar verbraucht, schlägt das auf das Energielevel und man fühlt sich müde und schlapp. Einmal Stoßlüften kann da wahre Wunder bewirken.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de