Schlafprobleme

4 Tipps gegen nächtliche Wadenkrämpfe

4 Tipps gegen nächtliche Wadenkrämpfe

Nächtliche Wadenkrämpfe sind plötzlich auftretende schmerzhafte Kontraktionen der Unterschenkelmuskulatur, die Sekunden oder Minuten andauern können. Wir erklären, was du bei Wadenkrämpfen tun kannst. 

Wadenkrämpfe sind ein häufiges Problem. Bild:iStock

Was sind Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfe, die häufig in der Nacht auftreten, sind nicht nur unangenehm, sie können auch deinen Schlaf, dein Trainingsprogramm und deine allgemeine Lebensqualität beeinträchtigen. Die besonders intensiven Schmerzempfindungen entstehen, wenn sich ein Muskel zusammenzieht und anspannt. Die Krämpfe beginnen in der Regel sehr plötzlich und unkontrolliert und können entweder im Wachzustand oder während des Schlafes auftreten. Der Schmerz nach dem Krampf kann es den Betroffenen dann schwer machen, wieder einzuschlafen. In einigen Fällen beginnen sie langsam mit leichteren Krämpfen und weniger schmerzhaften Warnzeichen. Wadenkrämpfe dauern einige Sekunden bis Minuten und enden meistens so abrupt, wie sie begonnen haben. 

Was sind die Ursachen von Wadenkrämpfen?

Nächtliche Wadenkrämpfe sind ein häufiges Problem. Über 90 Prozent der Erwachsenen sind regelmäßig betroffen. Mit dem Alter nimmt das Risiko weiterhin zu. 33 Prozent der über 60-Jährigen haben mindestens alle zwei Monate schlafbezogene Wadenkrämpfe. Das liegt daran, dass sich die Sehnen (das Gewebe, das die Muskeln mit den Knochen verbindet) mit zunehmendem Alter verkürzen. Da der Magnesiumspiegel während in der Nacht sinkt, kann auch ein allgemeiner Magnsiummangel das Phänomen fördern. Darüber hinaus haben schwangere Frauen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Wadenkrämpfe in der Nacht. 

Folgende Krankheiten und Faktoren erhöhen zusätzlich die Wahrscheinlichkeit für nächtliche Wadenkrämpfe: 

  • Diabetes
  • Erkrankungen der Blutgefäße
  • Stoffwechselstörungen
  • Nerven- oder Muskelkrankheiten
  • Starke körperliche Betätigung
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Dehydrierung
  • Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen

Wie behandelt man Beinkrämpfe?

Dehnen

  • Bei einem akuten schmerzhaften Muskelkrampf kann eine Dehnung des betroffenen Bereiches die Krämpfe lindern. Strecke dazu das Bein und ziehe die Zehen zum Schienbein hin. Halte die Position, bis der Schmerz langsam weniger wird. In einigen Fällen hilft es auch, vorsichtig aufzustehen und herumzulaufen. 

Massieren

  • Massagen oder eine heiße Dusche vor dem Schlafengehen können ebenfalls krampflösend wirken. Leichtes Massieren des betroffenen Muskels kann die Muskulatur lockern und die Durchblutung anregen.

Flüssigkeit

  • Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig. Stelle sicher, dass du den Tag über genug trinkst und nehme gegebenenfalls elektrolythaltige Getränke zu dir. Deinen Alkohol- und Koffeinkonsum zu reduzieren, kann ebenfalls hilfreich sein. Darüber hinaus kann Magnesium zur Vorbeugung eingenommen werden, allerdings ist seine Wirksamkeit nicht eindeutig erwiesen. 

Wadenwickel

  • Warme Wadenwickel können helfen, die verkrampfte Muskulatur zu entspannen. Übergieße dazu ein Handtuch mit warmen Wasser, wringe es aus und umwickle damit die betroffene Stelle. Wiederhole den Vorgang, sobald das Handtuch abgekühlt ist. 

Quellen: deutsche-familienversicherung.de, sleepeducation.org

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de