Schlafprobleme

4 Argumente, warum du nicht vor dem TV einschlafen solltest

4 Argumente, warum du nicht vor dem TV einschlafen solltest

Völlig übermüdet fällst du abends auf das Sofa und machst deine Lieblingsserie an – und schläfst vor dem laufenden Fernseher ein. Wir verraten dir, warum du nicht vor dem TV einschlafen solltest.

Vor dem TV einschlafen: Ein Mann zappt müde durch die Programme.
Du solltest tunlichst nicht vor dem TV einschlafen. Bild: adobestock

Du willst dich nach einem stressigen Arbeitstag auf das Sofa legen und vom Fernsehen berieseln lassen? Dann gehörst du wohl zur Mehrheit der Menschen. Doch Vorsicht, jetzt bloß nicht vor dem TV einschlafen! Denn das schädigt, wie Forscher nun herausgefunden haben, der Gesundheit.

4 Gründe, warum du nicht vor dem TV einschlafen solltest

1. Durch das Licht schläfst du schlechter

Immer wieder wird behauptet, dass das blaue Licht von Fernsehern, Smartphones und Tablets unsere Melatonin-Ausschüttung hemmt. Jetzt konnten Wissenschaftler leichte Entwarnung geben. Blaues Licht scheint unseren Schlaf nicht stärker zu stören, als andere Lichtformen. Ist das also alles eine Hysterie um künstliches Licht? Nicht ganz. Blaues Licht stört unseren Schlaf zwar nicht mehr als andere Lichtformen, generell hemmt Licht allerdings unsere Melatonin-Produktion. Das fand eine Studie der Harvard University und der University of Surrey heraus. Dort schliefen alle Probanden mit Licht schlechter, als Personen, die ohne Licht schliefen.

2. Vor dem TV einschlafen macht dick

Die Einschlafprobleme, die durch das künstliche Licht erzeugt werden, führen zu gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht. Dies hat wiederum eine Studie des National Institute of Health in Maryland untersucht. Wer im Schnitt weniger als sechs Stunden Schlaf bekommt, riskiert nicht nur Schlafmangel, sondern produziert vermehrt Ghrelin – ein Hormon, das für die Steuerung von Hunger und Sättigung verantwortlich ist. Befinden sich zu große Mengen davon im Körper, wird nicht nur der Energieumsatz gedrosselt, sondern vor allem auch verhindert, dass Fettspeicher abgebaut werden.

3. Du trainierst dir ein schlechtes Einschlafritual an

Rituale vor dem Schlafengehen sind wichtig. Durch sie versteht unser Körper, dass wir reif fürs Bett sind. Unser Metabolismus fährt herunter, Melatonin und Serotonin werden ausgeschüttet. Wichtig für einen guten Schlaf ist es, zur Ruhe zu kommen. Und genau diese verhindern die wimmelnden Bilder vom Fernseher. Noch unwahrscheinlicher wird es, wenn du eine Serie oder einen Film guckst, die dich emotional berühren. Dann schüttet dein Körper die Hormone Cortisol und Adrenalin aus und das sind die natürlichen Gegenspieler der Hormone Melatonin und Serotonin. Letztere brauchst du aber für gesunden und erholsamen Schlaf.

4. Deine Wirbelsäule leidet

Ob auf dem Sofa oder im Bett: Die Einschlafposition ist sehr ungesund. Denn meist schlafen wir mit dem Kopf angelehnt an die Kopflehne des Bettes oder der Rückenlehne der Couch ein. Und das schadet unserem Nacken auf Dauer beträchtlich. Nicht umsonst empfehlen Ärzte eine bestimmte Schlafposition bei Nackenschmerzen. Auf dem Sofa können dann noch Rückenschmerzen hinzukommen, denn nur selten besitzt eine Couch die Qualität einer Matratze.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de