Schlafprobleme

3 Symptome von Schlaftrunkenheit

3 Symptome von Schlaftrunkenheit

Von Schlaftrunkenheit spricht man, wenn man sich beim Aufwachen oder kurz nach dem Aufwachen desorientiert und verwirrt verhält. Weitere Anzeichen, die auf die Schlafstörung hinweisen, erfährst du hier.

Schlaftrunkenheit tritt am häufigsten in der Kindheit auf und wird mit zunehmendem Alter seltener. Bild:iStock

Was ist Schlaftrunkenheit?

Jeder hat es schon einmal erlebt: Man wird aus dem Schlaf gerissen und fühlt sich benommen und orientierungslos. Mit dem, was die Wissenschaft als „Schlaftrunkenheit“ bezeichnet, hat dieser Zustand allerdings wenig zu tun. Schlaftrunkenheit ist eine Aufwachstörung, die auftritt, wenn das Gehirn zwischen Schlafen und einem leichteren, mit Wachsein vermischtem Schlafstadium wechselt. Das Gehirn der Betroffenen schafft in solchen Fällen den Übergang zum Wachsein nicht. In anderen Worten: Der Körper ist zwar wach, kann aufstehen, gehen und sprechen, die Wahrnehmung und Verarbeitung von äußeren Reizen ist aber stark eingeschränkt. 

Schlaftrunkenheit (engl. confusional arousal) ist eine Schlafstörung, die während des Non-REM-Schlafs auftritt und zu den Parasomnien gehört. Eine Parasomnie ist eine auffällige Verhaltensweise, die wir ausführen, während wir schlafen oder gerade aufwachen. Die Störung geht einher mit Desorientierung, einem Mangel an Reaktionen auf Umweltreize und der Schwierigkeit, die Betroffenen zu wecken.

Die Episoden können von wenigen Minuten bis zu einer Stunde dauern. Schlaftrunkenheit kann Menschen aller Altersgruppen betreffen, kommt aber bei Kindern häufiger vor als bei Erwachsenen. Nach dem fünften Lebensjahr treten sie allerdings seltener auf. Im Erwachsenenalter leiden etwa 3 bis 4 Prozent unter diesen Verwirrtheitszuständen. Die Betroffenen können sich in der Regel am nächsten Morgen kaum oder gar nicht an die Ereignisse erinnern, die während der Schlaftrunkenheit stattgefunden haben. Obwohl die Episoden relativ harmlos sind, können sich Angehörige, die Zeugen der Vorfälle wurden, beunruhigt fühlen. Doch nur in seltenen Fällen können sich Erwachsene unangemessen oder sogar aggressiv verhalten. Bei den meisten Betroffenen sind diese extremen Verwirrungserscheinungen allerdings ungewöhnlich. 

Die Erkrankung kann auftreten, wenn man schlecht oder nicht genug geschlafen hat oder zum Aufwachen gezwungen wurde, bei Drogenmissbrauch oder übermäßigem Alkoholkonsum, bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten oder wenn die Person an einer Schlafstörung wie Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom oder Schlaflosigkeit leidet. 

Was sind die Symptome von Schlaftrunkenheit?

Zu den Hauptsymptomen gehören: 

  1. Benommenheit und Orientierungsstörungen
  2. Schwere Erweckbarkeit und anschließendes unkontrolliertes und konfuses Verhalten
  3. Einschränkungen der kognitiven und motorischen Leistungsfähigkeit und unverständliches Sprechen

Wie behandelt man die Schlafstörung?

Bei manchen Menschen können ein regelmäßiger Schlafrhythmus und gesunde Schlafgewohnheiten die Wahrscheinlichkeit von Schlaftrunkenheit verringern. Unser Tipp: Lege eine feste Schlaf- und Aufwachzeit fest und versuche jede Nacht mindestens sieben Stunden zu schlafen. Vermeide alkoholische und koffeinhaltige Getränke, insbesondere kurz vor dem Schlafengehen. Es kann ebenfalls helfen, dein Schlafzimmer ruhig, kühl und dunkel zu halten. Schalte elektronische Geräte wie Handy und Computer mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen aus. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird empfohlen einen Arzt oder Schlafforscher aufzusuchen. Für einige Betroffene können Medikamente die Symptome lindern. 

Quellen: welt.de, schlaf.org, aerztezeitung.de, sleepeducation.org

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de