Schlafprobleme

3 gesundheitliche Risiken durch Schichtarbeit

3 gesundheitliche Risiken durch Schichtarbeit

Schichtarbeit ist auf Dauer nicht gesund ist – das wissen inzwischen die Meisten. Doch sind manche gesundheitliche Risiken für Schichtarbeitende tatsächlich um ein Vielfaches erhöht? Wir nennen die drei Erkrankungen mit dem höchsten Risiko für Schichtarbeitende.

Gesundheitliche Risiken: Ärztin sitzt vor Laptop und ist erschöpft.
Schichtarbeit birgt zahlreiche gesundheitliche Risiken. Bild: iStock

Bis zu 90 Prozent der Menschen in Schichtarbeit leiden in ihrer Karriere mindestens einmal an Schlafstörungen. Das Leiden ist so weit verbreitet, dass es sogar eine eigene Bezeichnung bekommen hat. Schichtarbeitersyndrom wird es genannt und beschreibt Schlafstörungen ausgelöst durch die Verschiebung der Schlafzeiten.

Abgesehen von Schlafstörungen setzen sich Schichtarbeitende noch weiteren Risiken aus. Durchschnittlich ist die Lebenserwartung von Personen in Schichtarbeit um acht Jahre verkürzt. Sie sterben im Durchschnitt mit 63 Jahren. Wir nennen drei große gesundheitliche Risiken für Schichtarbeitende.

3 gesundheitliche Risiken von Schichtarbeit

Nummer 1: Depressionen

In einer Studie mit Schichtarbeitenden konnte belegt werden, dass Personen, die über mehrere Jahre in Schichtarbeit arbeiten, ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Also Grund dafür werden die ständige Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus, dauerhafte Müdigkeit und Schlafstörungen genannt.

Wirklich aussagekräftig sind diese Ergebnisse allerdings noch nicht. Um Depressionen in die Liste für gesundheitliche Risiken aufzunehmen, fehlen schlicht und ergreifend die Vergleichsstudien.

Nummer 2: Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dieser Punkt umfasst direkt eine ganze Reihe von Krankheiten. Darunter fallen Bluthochdruck, die koronare Herz-Erkrankung (Arterienverkalkung), Herzinfarkte und Schlaganfälle. Vier von zehn Erkrankungen in Deutschland sind dieser Gruppe zuzuordnen. Unbehandelt enden diese Erkrankungen meist tödlich.

Nummer 3: Magen-Darm-Erkrankungen

Auch hier handelt es sich um eine ganze Gruppe von Erkrankungen. Rund 75 Prozent aller Schichtarbeitenden leiden früher oder später an einer Magen-Darm-Erkrankung. Dazu zählen beispielsweise:

  • chronisches Sodbrennen
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Reizdarmsyndrom (RDS)
  • Gallensteine
  • Leberzirrhose
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Magen-Darm-Erkrankungen haben häufig mit der Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus zu tun. Denn eigentlich erholt sich der Magen-Darm-Trakt in der Nacht und schaltet in den Ruhemodus. Wird dieser aber regelmäßig gestört, drohen auch andere gesundheitliche Risiken bis hin zu schweren Erkrankungen.

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Quellen:

Ärzteblatt: Nachtschichtarbeit und Risiko für Depressionen.
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de