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Wintermüdigkeit? 6 Tipps, die dich wach machen

Wintermüdigkeit? 6 Tipps, die dich wach machen

Jetzt in der kalten Jahreszeit und mit zunehmender Dunkelheit leiden viele Menschen an Wintermüdigkeit. Wenn du auch dazu gehörst, haben wir hier 6 Tipps für dich, wie du deine Wintermüdigkeit besiegst.

Wintermüdigkeit: Frau gähnt im Bus
Wintermüdigkeit kannst du mit unseren Tipps vorbeugen. Bild: iStock

Um zu verstehen, warum wir unter Wintermüdigkeit leiden, müssen wir uns unseren Körper einmal genauer anschauen. Der ist nämlich ein ziemlich ausgeklügeltes System. Scheint die Sonne, fühlen die meisten von uns sich wach und ausgeruht. Das liegt an den Hormonen Serotonin und Dopamin, die bei Sonne vermehrt ausgeschüttet werden.

Im Gegensatz dazu steht das Hormon Melatonin. Es wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und signalisiert uns, dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Nicht umsonst wird Melatonin auch das Schlafhormon genannt. Jetzt – im Winter – wird durch die fehlende Sonne also nicht nur weniger Serotonin und Dopamin produziert, durch die frühe Dunkelheit produziert unser Körper auch mehr Melatonin. Kein Wunder, dass wir andauernd müde sind.

Diese sechs Tipps helfen gegen Wintermüdigkeit

1. Trinke Grünen Tee

Grüner Tee ist ein regelrechter Wachmacher. Im Gegensatz zum Kaffee, wirkt das Koffein im Tee langsamer, hält dafür aber länger an. Dadurch wirst du durch grünen Tee nicht so aufgeputscht und kannst zusätzlich deine Wintermüdigkeit länger bekämpfen. Obendrauf stecken in grünem Tee noch zahlreiche Nährstoffe, was diese Teeart besonders gesundheitsfördernd macht. Wenn du regelmäßig grünen Tee trinkst, kannst du Herzerkrankungen, Diabetes und Alzheimer vorbeugen.

2. Dusche morgens kalt

Ja, sich morgens kalt abzuduschen ist sicherlich nicht der angenehmste Start in den Tag. Aber sicherlich einer der gesündesten. Keine Sorge, es muss nicht ausschließlich kalt sein. Eine Wechseldusche ist sogar noch effektiver. Das kalte Wasser macht dich nämlich schlagartig wach und der Wechsel zwischen warm und kalt regt den Kreislauf und die Durchblutung an. Wenn du dich zu einer Wechseldusche nicht überwinden kannst, reicht es zum Wachwerden auch schon, sich das Gesicht mit kaltem Wasser abzuwaschen.

3. Stärke dein Immunsystem

Corona ist nun schon lange das beherrschende Thema in Medien und Politik. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen Krankheiten eine Pause einlegen. Im Gegenteil, die Gefahr einer Grippe oder eines grippalen Infekts ist jetzt noch wesentlich höher. Denn durch die ganzen Lockdowns und dem Tragen der Maske hat unser Immunsystem ganz schön abgebaut, einfach weil es nicht gebraucht wurde. Es wird also Zeit, das Immunsystem wieder ein wenig zu boosten.

Tischst du jetzt öfter mal Zitrusfrüchte und heimische Gemüsesorten wie Kohl, Wirsing, Pastinaken und Feldsalat auf, stärkst du damit dein Immunsystem und kurbelst deinen inneren Motor an. Denn die ganzen Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe sorgen nicht nur für eine gute Abwehr, sie beleben auch die inneren Lebensgeister und die verscheuchen die Wintermüdigkeit.

4. Mache einen Powernap

Dass die Deutschen ein Volk der Mittagsschläfer sind, haben wir schon in unseren „8 Schlafmythen und Wahrheiten“ geklärt. Und das zurecht. Ein kurzer Powernap am Mittag erfrischt und gibt neue Energie. Das beste Mittel gegen Wintermüdigkeit. Am besten zwischen 20 und 30 Minuten. Doch Vorsicht: Dein Mittagsschlaf sollte nicht zu lange gehen, weil du sonst in den Tiefschlaf fällst und das macht dich dann müder als vorher.

5. Gehe raus an die frische Luft

Ein kleiner Spaziergang zur Mittagszeit hat direkt mehrere Vorteile. Hängst du ihn ans Mittagessen, wird daraus direkt ein Verdauungsspaziergang. Scheint die Sonne, kannst du dir direkt noch deine Tagesdosis Vitamin D abholen. Vergiss aber nicht: zumindest Hände und Gesicht sollten unverhüllt sein, damit dein Körper die Sonnenstrahlen auch aufnehmen kann. Außerdem belebt Bewegung die Glieder und macht so der Wintermüdigkeit den Garaus.

6. Lass dich sanft wecken

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich morgens mit einem scharfen Piep- oder Klingelton wecken lassen? Das ist überhaupt nicht gut, wie eine Studie der RMIT University in Melbourne herausfand. Denn laute, aggressive Weckertöne machen dich noch müder. Besser ist es da, dich mit sanften, melodischen Klängen wecken zu lassen. Oder besonders sanft: Mit dem ansteigenden Erhellen des Raums. Ein guter Tageslichtwecker kann eine Mischung aus sanften Wecktönen und Tageslicht simulieren.

Unser Artikel „Diese Weckertöne machen dich müder“ nennt verschiedene Wecktöne, die du morgens besser meidest.

Willst du wissen, was gegen Müdigkeit zur Mittagszeit hilft? In unserem Artikel „Mittagstief? Mit diesen Tricks überwindest du es“ findest du wertvolle Ratschläge.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de