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Silberfische im Schlafzimmer: Diese 3 Tipps helfen

Silberfische im Schlafzimmer: Diese 3 Tipps helfen

Auch wenn man Silberfische in vielen Wohnungen findet, rufen sie bei den meisten Ekel hervor. Vor allem, wenn man sie dort findet, wo man schläft. Wir geben dir Tipps, wie du Silberfische im Schlafzimmer loswirst.

Silberfische im Schlafzimmer: Silberfisch auf weißem Grund.
Sind Silberfische im Schlafzimmer, ist es meistens zu feucht. Bild: iStock/pictorius

Ja, Silberfischchen sind ekelig. Allerdings übertragen sie keine Krankheit und sind auch kein Anzeichen für eine dreckige Wohnung. Von den Abflüssen aus breiten sich die kleinen Insekten meist im Badezimmer oder in der Küche aus. Warum wir Menschen sie nicht sehen, hat einen einfachen Grund: Die Tiere sind extrem lichtscheu und nachtaktiv.

Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass es sich Silberfische im Schlafzimmer gemütlich machen. Besonders dann, wenn das Schlafzimmer eine hohe Luftfeuchtigkeit besitzt und ans Badezimmer grenzt. Da die ungebetenen Tierchen Feuchtigkeit lieben, machen sie dann gerne einen Abstecher und nisten dann dort, wo es besonders dunkel und feucht ist: im Bettkasten oder in den Ritzen zwischen Gestell und Matratze des Bettes.

Was du gegen Feuchtigkeit im Schlafzimmer tun kannst, verrät dir unser Artikel: „Feuchtigkeit im Schlafzimmer: Diese 5 Tipps helfen“.

Wie kommen Silberfischchen in die Wohnung?

Wenn man sie einmal hat, sind Silberfischchen lästig. Sind Silberfische im Schlafzimmer oder gar im Bett, leben sie meist schon länger in der Wohnung. Aber woher kommen die kleinen Insekten eigentlich? Das Auftauchen der Tierchen kann mehrere Ursachen haben.

  1. Die Silberfische kommen aus dem Abflussrohr in die Wohnung. Häufig bilden sich die kleinen Insekten tief im Innern des Abflussrohrs und wandern dann bis zu dir hoch in die Badewanne, Duschtasse oder ins Waschbecken. Die Ursache kann dann durchaus in einem ganz anderen Bereich des Abflusssystems sein und muss nichts mit dir zu tun haben.
  2. Der Befall der lästigen Insekten entsteht durch Zeitungen und Packmaterial. Gerade in feuchten Lagerhallen verstecken sich Silberfische gerne in Kartons oder Verpackungen. Dann reicht es, wenn ein Weibchen ihre Eier in einen Karton legt. Mehr als 30 Eier legen Weibchen auf einmal. Mehr als genug, um dann in deiner Wohnung zu schlüpfen, die Küche, das Bade- oder Schlafzimmer aufzusuchen und es sich gemütlich zu machen.
  3. Sie kommen von außen in die Wohnung. Dagegen kann man eigentlich nichts tun, denn Silberfischchen sind so klein, dass sie unter jede Tür passen. Hast du die kleinen Insekten schon im Garten, kann es vorkommen, dass du im kommenden Winter auch einen Befall in deiner Wohnung zu beklagen hast. Und natürlich kommen die Tiere auch die Hauswand hoch und dringen durch ein geöffnetes Fenster in deine Wohnung.

Silberfische im Schlafzimmer: So wirst du sie los

Silberfische lieben feuchte, dunkle Räume. Ihre liebste Nahrung sind Hausstaubmilben, Hautschuppen und Haare. Hast du Silberfische im Schlafzimmer oder gar im Bett, gilt es als erstes, dem Befall die Lebensgrundlage zu entziehen.

1. Lüfte richtig

Willst du Silberfische im Schlafzimmer bekämpfen, ist es am wichtigsten, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer und den anderen Räumen zu reduzieren, denn sie lockt nicht nur Silberfische an, sondern verursacht auf Dauer auch Schimmel. Deswegen ist es wichtig mindestens zweimal täglich für 15 bis 20 Minuten gut zu lüften, am besten mit Durchzug. Ist es draußen windig, kann es auch kürzer sein. In erster Linie geht es darum, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

Am besten schaffst du dir ein Hygrometer an. Das kann die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer messen und gibt dir deshalb einen guten Überblick. Hygrometer können schon für unter zehn Euro erworben werden. Am besten ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Übrigens ist richtiges Lüften auch gut für die Schlaftemperatur.

2. Beseitige Rückzugsmöglichkeiten

Wie schon erwähnt, sind Silberfischchen lichtscheue und nachtaktive Tiere. Tagsüber ziehen sich Silberfische zurück und suchen Schutz in Ritzen und Schlitzen der Räume. Dies gilt es natürlich zu verhindern, weshalb du Ritze (wenn möglich) abdichten solltest. Auch Fugen solltest du zukleben, um den Befall zu minimieren.

Sind die Insekten schon im Bett, entferne tagsüber Kissen und Bettdecke und sauge täglich die Ritze zwischen Matratze und Bettgestell aus. Ebenso solltest du zu Bekämpfung Wäscheberge vermeiden. Übrigens: Die kleinen Tierchen überleben das Saugen des Bettes nicht. Du muss dir also keine Sorgen machen, dass sie aus dem Staubsauger herauskrabbeln.

3. Achte auf die Hygiene

Silberfische ernähren sich von Bettmilben, Hautschuppen und Haaren. Um sie schnell wieder aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben, ist ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung, ihnen die Nahrungsgrundlage zu entziehen.

Dafür hilft es, das Bett regelmäßig abzusaugen und von Hautschuppen zu befreien. Auch Staubwischen und -saugen hilft viel (nicht nur das Bett). Besonders natürlich dort, wo es gleichzeitig noch dunkel ist, sprich unter dem Bett und hinter Nachtschränken. Bettwäsche solltest du regelmäßig wechseln. Machst du die genannten Tipps regelmäßig, sind Silberfische im Schlafzimmer bald Geschichte.

Du möchtest mehr über Hausstaubmilben erfahren? Dann lies unseren Ausführlichen Ratgeber: „Bettmilben: So wirst du die Spinnentiere los“.

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Noch mehr Informationen zu den Ur-Insekten findest du auf der Webseite des Umweltbundesamts.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de