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Nachts mit offenem Fenster schlafen? Besser nicht!

Nachts mit offenem Fenster schlafen? Besser nicht!

Bei gekipptem Schlafzimmerfenster schläft es sich doch gleich viel besser. Wirklich? Wissenschaftler sind da anderer Meinung. Denn die Angewohnheit kann auf Dauer tatsächlich krank machen.

Bei offenem Fenster zu schlafen kann auf die Gesundheit schlagen. Wir sahen warum.
Frische Luft hin oder her. Ein gekipptes Schlafzimmerfenster in der Nacht ist gar nicht so gesund, wie du vielleicht denkst. Bild: iStock

Es soll Menschen geben, die das Schlafzimmerfenster nicht nur im Sommer geöffnet haben, sondern sogar im Herbst und im Winter. Ist ja schließlich auch nichts dabei. Glaubst du. Tatsächlich macht es sehr wohl einen Unterschied, ob du mit geschlossenem oder geöffnetem Fenster schläfst. Und nein, es hat nichts mit Einbrechern zu tun, die sich an deinem Fenster zu schaffen machen könnten. Es geht um etwas viel Wichtigeres: deine Gesundheit.

Nachts mit offenem Fenster schlafen? Besser nicht!

Was ein geöffnetes Fenster schon mit deiner Gesundheit zu tun haben kann, fragst du dich? Laut einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz eine ganze Menge. Denn nächtlicher Verkehrslärm hat auch in der Nacht einen großen Einfluss auf dein Wohlbefinden. Selbst dann, wenn du tief und fest schläfst und die vorbeirauschenden Autos nicht bewusst bemerkst.

Schon ein (!) vorbeifahrendes Auto setzt im Körper Stresshormone frei, die wiederum den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck in die Höhe schnellen lassen können. Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ist die Folge. Und nicht nur das. Auch die Psyche hat unter dem Lärm zu leiden, wie die Studie bestätigt. So können etwa Depressionen und Angstzustände begünstigt werden. „Wir gehen davon aus, dass Lärm eine Stressreaktion induziert, charakterisiert durch eine Aktivierung des sympathischen Nervensystems, einer verstärkten Ausschüttung von Katecholaminen, Kortison und Angiotensin-II, die letztlich in einer Störung der Gefäßfunktion mündet“, so Professor Thomas Münzel gegenüber der ÄrzteZeitung.

Das Stresslevel, dem dein Körper in der Nacht ausgesetzt ist, unterscheidet sich natürlich von Region zu Region. Während auf dem Land meist kaum mit größeren Störungen in der Nacht zu rechnen ist, sieht es in der Stadt schon wieder ganz anders aus. Wohnst du in der Stadt, solltest du deiner Gesundheit zuliebe das Fenster also öfter mal geschlossen halten.

Quelle:

Johannes Gutenberg Universität Mainz

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Isabell Stiller