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Mit Socken schlafen: Ist das gesund?

Mit Socken schlafen: Ist das gesund?

Jetzt in der Winterzeit kuscheln wir uns alle gerne mit warmen Socken ins Bett. Aber sollte man eigentlich mit Socken schlafen? Oder ist das Tragen von Socken im Bett vielleicht ungesund? Wir verraten es euch!

Mit Socken schlafen: Füße in Wollsocken vor Kaminfeuer.
Mit Socken schlafen: Ist das wirklich gesund? Bild: iStock

Ausschlaggebend für die Frage waren die beiden Studien von Schlafforscher Roy J.E.M. Raymann, der 2006 und 2008 die Auswirkung von Socken auf die Schlafqualität untersuchte. Demnach können die richtigen Socken tatsächlich die Schlafqualität verbessern.

Dieses Ergebnis konnte 2018 von koreanischen Forschern bestätigt werden. Allerdings sollten in dieser Studie nur sechs Männer für insgesamt vier Nächte (zwei Nächte dürften die Männer ohne Socken schlafen, zwei Nächte mit). Wirklich repräsentativ ist die Studie also nicht.

Das Ergebnis der Studien

In den Studien von Schlafforscher Roy J.E.M. Raymann jedenfalls kam heraus, dass Personen, die Socken anhatten, 15 Minuten schneller schliefen als Schläfer ohne Socken. Außerdem wachten Sockenschläfer weniger auf und verbrachten mehr Schlaf in Tiefschlafphasen.

Der Grund dafür, so vermuteten die Wissenschaftler, lag an der Hauttemperatur. Die stieg nämlich im Verlauf der Nacht um 0,4 Grad an. Dieser Anstieg verhindere morgendliches Aufwachen, infolge eines Temperaturabfalls.

Was hilft gegen kalte Füße im Bett?

Solltest du nachts immer unter kalten Füßen leiden, kommen jetzt ein paar Tipps, wie du sie warmhalten kannst.

1. Atmungsaktive Wollsocken

Wenn du deine Füße nachts warmhalten möchte, solltest du auf Strümpfe setzen, die nicht zu eng anliegen und aus atmungsaktivem Stoff bestehen. Besonders gut sind Wollsocken dafür geeignet. Zum Beispiel Socken aus Schafwolle oder – falls sie dir zu warm sind – Füßlinge aus Bio-Baumwolle. Mit Socken schlafen ist ein einfaches Mittel, um Schlafstörungen zu bekämpfen und damit deine körperliche und seelische Gesundheit zu verbessern

2. Ein warmes Fußbad

Mit warmen Socken schlafen ist eine Sache. Darüber hinaus kannst du auch ein warmes Fußbad kurz vor dem Schlafengehen nutzen, um die Durchblutung deiner Füße zu verbessern. Das ist besonders gut, da ein Fußbad nicht deine Körperkerntemperatur erhöht.

3. Eine Fußmassage

Neben einem warmen Bad kann auch eine Massage die Durchblutung in deinen Füßen anregen. Wenn du hierfür ein Massageöl oder eine fettende Creme verwendest, verstärkt sich der Effekt zusätzlich. Ebenso kann auch ein wenig Fußgymnastik, also ein gründliches Bewegen und Kreisen des Fußgelenks sowie der Zehen, den Blutfluss fördern.

Achtung vor Fußpilz

Solltest du allerdings leicht an den Füßen schwitzen, verzichte lieber darauf, mit Socken zu schlafen. Dann eignen sich eher dünne Füßlinge. Sonst sammelt sich nachts zu schnell Schweiß zwischen den Zehen und das erhöht das Risiko an Fußpilz zu erkranken.

Ein Tipp, um Fußpilz vorzubeugen ist, vor dem Schlafengehen die Füße zu waschen und anschließend gründlich trockenzureiben. Ganz wichtig: gerade zwischen den Zehen! Dann mit den frischen Füßen in Schlafsocken steigen. Wachst du morgens allerdings stets mit verschwitzen Füßen aufwachen, überlege lieber, ohne Socken zu schlafen.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de