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Innere Uhr: Deshalb wirst du oft kurz vor deinem Wecker wach

Innere Uhr: Deshalb wirst du oft kurz vor deinem Wecker wach

Wer kennt es nicht: Kurz bevor der Wecker klingelt wird man schon von alleine wach. Durch die eigene innere Uhr bräuchte man den Wecker überhaupt nicht. Woher kommt dieses Phänomen? Wir erklären, was hinter dem frühen Aufwachen steckt.

Innere Uhr: Ein Wecker vor einem leeren Bett.
Funktioniert die innere Uhr, braucht man häufig keinen Wecker. Bild: iStock/karammiri

Unsere innere Uhr, auch Schlaf-Wach-Rhythmus oder zirkadianer Rhythmus genannt, bestimmt eigentlich unser ganzes Leben. Denn sie sagt uns, wann wir aufwachen und wann wir einschlafen müssen. Dafür nutzt unsere Uhr hauptsächlich zwei Hormone: Das Schlafhormon Melatonin und das Stresshormon Cortisol.

Natürlich gibt es noch viele weitere Player im Spiel um unseren Schlaf, wie beispielsweise die Hormone Serotonin und Dopamin, am Ende läuft es aber auf die beiden genannten Botenstoffe hinaus, von denen einer uns einschlafen und der andere uns aufwachen lässt.

Darum lässt dich deine innere Uhr wachwerden

Wie kommt es, dass wir manchmal vor dem Wecker wachwerden? Um dieses Phänomen zu erklären, muss man wissen, dass jedes unserer Organe eine eigene kleine innere Uhr hat. So sorgt die kleine Uhr der Bauchspeicheldrüse dafür, dass wir nachts kein Insulin produzieren und die Uhr der Leber, dass ab einer gewissen Zeit entgiftet wird. Mehr über die Organuhr erfährst du in unserem Artikel: „Wolfsstunde: Darum wirst du nachts um 2 Uhr wach“.

Da unsere innere Uhr im ständigen Kontakt mit den anderen Uhren steht, bemerken wir auch, wenn etwas nicht stimmt. Laufen aber alle Uhren im Einklang, steuert sich auch dein zirkadianer Rhythmus von ganz alleine und du wachst regelmäßig in etwa zur gleichen Zeit auf. Wenn du also häufig vor deinem Wecker wach wirst, ist dies ein gutes Zeichen, denn die einzelnen Uhren sind perfekt aufeinander abgestimmt.

Übrigens: Das Stresshormon Cortisol sorgt dafür, dass wir morgens einen ziemlichen Energieschub bekommen. Deswegen macht ein Kaffee direkt nach dem Aufstehen keinen Sinn, denn er kann seine Wirkung durch das Cortisol gar nicht entfalten. Warte mit dem Kaffee lieber eine Stunde, dann hat sich das Cortisol abgebaut. Unser Artikel „Kaffee am Morgen: Darum macht er keinen Sinn“ erklärt das Problem genauer.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de