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Hund im Bett: Ja oder Nein?

Hund im Bett: Ja oder Nein?

Eine Frage, die wohl schon so alt ist, wie Hunde die besten Freunde der Menschen sind: Darf ein Hund im Bett liegen oder nicht? Manche sind dafür, andere grundsätzlich dagegen. Wir nennen gute Gründe für und gegen Hunde im Bett.

Frau liegt mit Hund im Bett.
Darf ein Hund im Bett schlafen oder nicht? Bild: fotolia

Der Hund gilt als bester Freund des Menschen. Seit seiner Domestizierung vor 15.000 Jahren ist er zum treuen Gefährten geworden und begleitet ihn auf all seinen Wegen. Mittlerweile sind die Vierbeiner so klein, dass sie in eine Handtasche passen. Und trotzdem: Der Wolf steckt auch noch im kleinsten Chihuahua.

Und eben weil der Hund zuallererst noch ein Tier ist, möchten ihn viele nicht im Bett haben. Andere sehen im Hund den treuen Begleiter, der gleichberechtigt da schlafen darf, wo auch Herrchen oder Frauchen schlafen. Und überhaupt: Als das Bett noch nicht erfunden war, schliefen Hund und Mensch doch auch ganz eng aneinander. Also, was denn nun? Hund um Bett, oder nicht?

Hund im Bett: Pro und Kontra

Pro:

1. Hunde sorgen für Wohlbefinden. Eine Studie hat sogar gezeigt, dass Frauen neben Hunden besser schlafen als neben Männern. Auch sonst tut der Vierbeiner dem Menschen gut. Wir schlafen entspannter und sind weniger gestresst. Dadurch wird das Wohlfühlhormon Serotonin ausgeschüttet. Und noch ein anderes Hormon hält Einzug. Unser Kuschelhormon Oxytocin wird bei jeder Berührung in der Nacht aktiviert. Auch das tut uns gut.

2. Hunde sorgen für Sicherheit. Hund wittern lange vor uns Menschen Gefahr. Seien es fremde Menschen, die in ihr Revier eindringen oder das Feuer, welches als Schwelbrand lange vor den lodernden Flammen für feine Nasen zu entdecken ist. Diese Sicherheit spüren wir ganz unterbewusst – und schlafen ruhiger.

3. Die Bindung zwischen Mensch und Hund wird enger. Bei Hunden, die im Bett schlafen, kommt es kaum zu Kämpfen der Rangordnung. Andererseits profitieren auch die Besitzer vom Zusammenhalt. Sie verstehen ihren Vierbeiner meist besser und merken, wenn es ihm nicht gut geht.

Kontra:

1. Überall Haare. Gerade für Allergiker ein Problem. Schläft der Hund im Bett, kann man Haaren nicht aus dem Weg gehen. Aber auch für Menschen, die nicht unter einer Allergie leiden, kann die Vorstellung von Hundehaaren im Bett durchaus unhygienisch sein – und das auch, wenn sie Hunde generell als positiv wahrnehmen.

2. Hunde sind unhygienisch. Seien wir mal ehrlich: Hunde sind und bleiben in erster Linie Wölfe. Und die jagen, scharren mit den Beinen in der Erde und essen auch schon mal tote Tiere und Kot ihrer Artgenossen. Abends kommen sie dann in unser Bett und verteilen dort Schmutz und Bakterien. Ekelig! Willst du trotzdem deinen Hund im Bett haben, hilft nur tägliches Waschen vor dem Zubettgehen.

3. Die Bindung zwischen Hund und Mensch nimmt schaden. So wie viele Experten behaupten, das Verhältnis zwischen Hund und Mensch würde durch das Schlafen im Bett gestärkt, gibt es auch Experten, die vor einem gemeinsamen Nachtlager warnen. Schläft ein Hund im Bett, würde er seinen Platz in der Hierarchie vergessen. Rangkämpfe sind vorprogrammiert.

Hund im Bett: Du entscheidest!

Letztendlich entscheidest du, ob dein Hund bei dir im Bett schlafen soll oder nicht. Gerade beim letzten Punkt kommt es eben auch sehr auf den Hund an. Viele Hunde haben ein passives und ruhiges Gemüt und stellen die Hierarchie noch lange nicht infrage, nur weil sie bei Frauchen oder Herrchen im Bett liegen dürfen.

Genauso viele Hunde gibt es aber sicherlich, die durch die engere Bindung zum ranghöheren Mitglied der Gruppe verwirrt sind und das als Chance zum hierarchischen Aufstieg sehen. Letztendlich hilft dann nur ausprobieren. Merkst du, dass es dir oder deinem Hund nicht guttut, das Bett zu teilen, beende das gemeinsame Schlafen.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de