Schlaf-News

Erholsamer Schlaf: Der wahre Grund, warum wir schlafen

Erholsamer Schlaf: Der wahre Grund, warum wir schlafen

Erholsamer Schlaf ist wichtig. Aber dient Schlaf wirklich der Erholung? Wissenschaftler der University of Wisconsin haben nun einen völlig anderen Grund für die nächtliche Ruhe gefunden. Zumindest behaupten sie das.

Erholsamer Schlaf: Frau steht lachend vor einer Zeichnung eines Gehirns.
Erholsamer Schlaf dient nicht nur der Regeneration! Bild: adobestock

Weswegen schlafen wir eigentlich? Damit sich unser Körper regenerieren kann? Oder etwa zur Stärkung unseres Immunsystems? Oder doch zur Verarbeitung des Erlebten? Mit letzterem Punkt kommen wir der Wahrheit schon näher.

Zumindest wenn es nach den Forschenden und Psychiatern Chiara Cirelli und Giulio Tononi der University of Wisconsin geht. Sie fanden in ihrer Studie nämlich heraus, dass wir schlafen, um zu vergessen.

Erholsamer Schlaf durch Vergessen?

Sicherlich sind die oben genannten Punkte alle richtig. Unser Körper braucht Schlaf, um zu regenerieren. Und auch unser Immunsystem profitiert von der Nachtruhe. Zusätzlich wird Erlebtes durch Träume verarbeitet und Erlerntes abgespeichert. Wenn du mehr darüber wissen willst, lies unseren Artikel „3 Dinge passieren im Körper, während wir schlafen“.

Die beiden Wissenschaftler näherten sich dieser Funktion einfach von der anderen Seite. Ihnen ging es nicht darum, aufzuzeigen, wie wichtig es ist, Erlerntes abzuspeichern. Sie wollten nachweisen, wie wichtig es für unser Gehirn ist, Unwichtiges zu vergessen.

Im Schlaf wird das Gehirn umgebaut

Um die Masse an Informationen zu verarbeiten, muss unser Gehirn ausmisten. Das geschieht im Schlaf. Wie das genau abläuft, fanden die beiden Forschenden jetzt heraus. Unser Gehirn behält nämlich die Informationen, indem es Synapsen miteinander verknüpft. Daraus entstehen Erinnerungen.

Damit sich unsere Synapsen im Laufe der Zeit nicht vor lauter Erinnerungen verknoten, werden unwichtige Verknüpfungen wieder zerschnitten. Bis zu 20 Prozent der Synapsen werden so in der Nacht zerstört, um Platz für neue Informationen am nächsten Tag zu schaffen. Die Theorie der beiden nennt sich übrigens synaptische Homöostase-Hypothese. Beweisen konnten Cirelli und Tononi ihre Theorie an Mäusen.

Wenn du das nächste Mal also wieder einen Geburtstag vergessen hast oder nicht mehr weißt, wie die Lieblingsschokolade deiner Freundin oder deines Freundes schmeckt, hast du nun eine Entschuldigung. Wofür erholsamer Schlaf gut sein kann!

Autor Profilbild

Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de