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Einschlafen: Hilft Nachtmilch wirklich?

Einschlafen: Hilft Nachtmilch wirklich?

Sie gilt als perfekte und natürliche Einschlafhilfe: Nachtmilch. Doch ist diese spezielle Milch tatsächlich der Melatonin-Booster, der von den Herstellern angepriesen wird? Wir haben uns das Produkt angeschaut, denn eines ist sicher: Es gibt viele Trends, aber nicht alle taugen etwas.

Nachtmilch: Frau hält ein Glas Milch in der Hand und lächelt.
Nachtmilch soll beim Einschlafen helfen. Stimmt das? Bild: iStock

Manche nutzen verschiedene Teesorten zum Einschlafen, andere schwören auf ganz bestimmte Abendrituale und wieder andere lassen nichts über ihre Gewichtsdecke kommen. Fakt ist: Die Möglichkeiten erholsam zu schlafen sind zur Genüge da. Man muss sie nur nutzen.

Und klar, warme Milch mit Honig besitzt den Rochus der ultimativen Einschlafhilfe. Ob das stimmt, kannst du in unserem Artikel „Hilft warme Milch mit Honig wirklich beim Einschlafen?“ nachlesen. Die Frage, die sich also stellt: Braucht es mit Nachtmilch überhaupt noch eine weitere Einschlafhilfe?

Was ist Nachtmilch?

Ja, denn Einschlafhilfen kann es nicht genug geben. Immerhin sind die Gründe für Schlaflosigkeit so vielfältig wie der Mensch selbst. Umso besser also, wenn es viele verschiedene wirksame Möglichkeiten für einen besseren und erholsamen Schlaf gibt. Also was so besonders an dieser Milch?

Nachtmilch wird bestimmtes Pulver aus Milch genannt, die den Kühen nachts abgemolken wird. Da die Kühe selbst schlafen, soll in dieser Milch auch mehr des Schlafhormons Melatonin enthalten sein. Angeblich bis zur hundertfachen Menge. Als Pulver in ein Glas normale Milch gerührt, soll es ein echter Einschlaf-Booster sein. Stimmt das?

Wirkung nicht nachgewiesen

Es stimmt, dass Melatonin in Tablettenform bei Schlafstörungen helfen kann, besser einzuschlafen. Gerade im Alter, wenn der Körper oftmals Schwierigkeiten hat, das Hormon selbst herzustellen, können Tabletten helfen. Dabei ist Vorsicht geboten, denn Melatonin kann in erhöhter Dosierung auch Nebenwirkungen auslösen.

Aber: Nachtmilch besitzt nur einen Bruchteil der in Tabletten enthaltenen Menge an Melatonin. Gerade bei den auf den Verpackungen angegebenen Portionierungsmengen, ist es fraglich, ob sie überhaupt einen Einfluss auf unseren Körper haben. Mehr sollte man aber auch nicht nehmen, dafür ist zu wenig über die Nebenwirkungen der Nachtmilchkristalle bekannt.

Fazit

Nachtmilch ist wohl eher ein teurer Werbegag als Schlummertrunk. Bevor du zu etwas greifst, was noch nicht richtig erforscht ist, solltest du lieber auf Dinge zurückgreifen, bei denen man die Wirkung kennt, wie beispielsweise Haferflocken.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de