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Das passiert mit deinem Körper, wenn du nicht schläfst

Das passiert mit deinem Körper, wenn du nicht schläfst

Sicherlich warst du auch schon mal lange Zeit am Stück wach und bist irgendwann völlig k.o. ins Bett gefallen. Was wäre eigentlich passiert, wenn du noch länger aufgeblieben wärst? Wir haben uns die imaginäre Frage gestellt, was mit unserem Körper passiert, wenn wir nicht schlafen.

Körper: Müder Mann sitzt an einem Tisch.
Was passiert mit unserem Körper ohne Schlaf? Finden wir es raus. Bild: iStock

Unser Körper ist so robust wie fragil. Schnittwunden, Knochenbrüche, Prellungen und Stauchungen: Von allem können wir uns mehr oder weniger problemlos erholen. Andererseits drohen bei fehlendem Schlaf zahlreiche Krankheiten, wie etwa Herz-Kreislauf-Probleme, Verdauungsbeschwerden und Diabetes.

Anscheinend ist Schlafen sehr wichtig für uns. Wir haben das Gedankenspiel einmal weitergespielt und nennen dir drei Zeitpunkte, an denen dein Körper immer mehr abbaut, solltest du nicht schlafen.

Das passiert mit deinem Körper, wenn du nicht mehr schläfst

Für diese Theorie haben wir uns unseren Körper nach 24, 48 und 72 Stunden einmal angeschaut.

1. Nach 24 Stunden ohne Schlaf

Schläfst du 24 Stunden nicht, lässt zunächst deine geistige Leistungsfähigkeit nach. Deine Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer, das Langzeitgedächtnis wird schlechter. Zudem wirst du immer nachlässiger und fahriger. Autofahren ist jetzt schon keine gute Idee mehr.

Weiterhin wirst du empfindlicher gegenüber lauten Geräuschen, aber gleichzeitig auch risikobereiter, da zum einen deine Fähigkeit zur Selbsteinschätzung leidet und zum anderen die Einschätzung der Gefahrenlage sinkt.

2. Nach 48 Stunden ohne Schlaf

Nach 48 Stunden bist du nur noch halb so Leistungsfähig wie ausgeschlafen. Dein Körper steht nun dauerhaft unter Stress und schüttet Cortisol aus. Das zeigt sich auch an deiner Atmung, deinem Blutdruck und Herzschlag.

Sprechen wird dir zunehmend schwerer fallen, da du Worte und ganze Wortbildungen vergisst. Außerdem sinkt deine Körpertemperatur und du fängst an zu frieren. Es kommt immer wieder vor, dass du in einen Sekundenschlaf sinkst. Solltest du dann noch im Auto sitzen, gefährdest du massiv dein und das Leben anderer.

3. Nach 72 Stunden ohne Schlaf

Solltest du nach 72 Stunden noch immer keinen Schlaf gefunden haben, bist du kaum noch für irgendetwas zu gebrauchen. Du bist nicht mehr ansprechbar und schläfst quasi mit offenen Augen. Auch Halluzinationen können nun eintreten. Es können sich erste depressive Verstimmungen bemerkbar machen.

Jetzt kann schon gehen und stehen für dich zum Problem werden. Ganz schlecht, weil du höchstwahrscheinlich immer mehr in eine Paranoia verfällst, aber nicht mehr weglaufen kannst. Das steigert die Angstzustände. Macht aber alles nichts, weil es passieren kann, dass du dich nicht einmal mehr an deinen Namen erinnerst.

Droht bei dauerhaftem Schlafentzug der Tod?

Danach sieht es nach dem momentanen Stand der Wissenschaft aus. Allerdings ist es nicht möglich freiwillig unbegrenzt lange wach zu bleiben. Irgendwann fallen wir einfach um und schlafen. Ob wir wollen oder nicht.

Anders ist es bei Krankheiten, bei denen der Körper nicht in den Schlafmodus geht. Wie etwa bei der fatalen familiären Insomnie, auch tödliche familiäre Schlaflosigkeit oder „Letale Insomnie“ genannt. Bei dieser sehr seltenen Erbkrankheit bleiben Betroffene so lange wach, bis sie ins Koma fallen und letztendlich sterben.

Du möchtest wissen, was passiert, wenn du dauerhaft zu wenig Schlaf bekommst? Unser Artikel „Zu wenig Schlaf: Diese 11 Dinge passieren“ nennt die Auswirkungen von zu wenig Schlaf.

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Alexander Scherb

Senior Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de