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Darum sollte nachts nur ein Fuß zugedeckt sein

Darum sollte nachts nur ein Fuß zugedeckt sein

Gehörst du zu den Menschen, die nachts einen ihrer Füße aus der Bettdecke heraushängen lassen? Hier erfährst du, warum du dazu neigst und wie es dir beim Schlafen hilft.

Darum solltest du nachts nur einen Fuß zudecken: Nackte Füße gucken unter Bettdecke hervor.

Wer nur einen Fuß nachts zudeckt, kann schneller und tiefer einschlafen. Bild:iStock

Viele von uns haben Probleme beim Einschlafen – manche sogar bis hin zur chronischen Schlaflosigkeit. Laut Schlafwissenschaftlern gibt es allerdings eine Methode, die uns beim Einschlafen helfen kann, und zwar indem wir einen Fuß unbedeckt lassen. Wer also mit einem Fuß außerhalb der Decke schläft, kann schneller und tiefer einschlafen. 

Schlaf und Temperatur: Ein enger Zusammenhang

Die Wissenschaft erklärt dieses Phänomen mit der Thermoregulation des Körpers. Wie alle warmblütigen Lebewesen verfügt der Mensch über eine Thermoregulation, d. h. wir versuchen durch verschiedene physikalische Prozesse eine möglichst konstante Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Anders als Reptilien, deren Körpertemperatur sich je nach Umgebung ändert, müssen Säugetiere die ganze Zeit über eine konstante Körpertemperatur haben. Die ideale Temperatur liegt bei 36 bis 37 Grad Celsius. Kommt es zu Abweichungen, versucht der Körper Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dies geschieht beispielsweise durch Schwitzen, um die Körpertemperatur zu senken, Zittern, um sie zu erhöhen, und Verengung oder Entspannung der Blutgefäße, um den Blutfluss zu verändern.

Im Laufe des Tages sinkt unsere Körpertemperatur jedoch auf natürliche Weise um ein bis zwei Grad. Diese Temperaturveränderung ist ein Zeichen für unseren Körper, sich auf den Schlaf vorzubereiten. In der tiefsten Schlafphase erreicht der menschliche Organismus schließlich seine niedrigste Temperatur. Während unsere Temperatur im Schlaf also sinkt, ist es vielen Menschen zu warm, wenn sie nachts unter einer Decke liegen. Um trotzdem schlafen zu können, hilft es also, einen Fuß aus der Decke zu strecken.

Füße helfen bei der Temperaturregulation

Die Fußsohlen, aber auch die Handflächen und der obere Teil des Gesichts, haben besondere Gefäßstrukturen, die sie zu einem Austrittspunkt für die Körperwärme machen: Bei erhöhter Temperatur erweitern sich die Gefäße in den Füßen, so dass mehr Blut an die Hautoberfläche gelangt. Dort kann die überschüssige Wärme entweichen. Darüber hinaus ist die Unterseite unserer Füße nicht behaart und das Fehlen der Haare führt dazu, dass die Wärme schneller verdunstet. Solltest du also das nächste Mal Schwierigkeiten haben einzuschlafen, könnte es dir helfen, einen Fuß außerhalb der Bettdecke zu lassen. 

Quellen: spektrum.de, allianzagrar.de, huffpost.com, medicaldaily.com

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de