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Darum ist ein Kaffee-Nickerchen besser als jeder Powernap

Darum ist ein Kaffee-Nickerchen besser als jeder Powernap

Nickerchen oder Kaffee? Was ist die bessere Wahl, um dem Mittagstief zu entfliehen? Studien aus England und Japan zufolge könnte der Genuss einer Tasse Kaffee kurz vor einem Powernap die Vorteile von Koffein und Schlaf sogar noch verstärken. Wir erklären, warum.

Ein sogenannter Coffee-Nap hilft gegen Müdigkeit nach dem Mittagessen. Bild: iStock

Der sogenannte Coffee-Nap ist schon seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der Biohacking-Bewegung. Biohacking verbindet Biologie und moderne Technologie mit dem Ziel das Beste aus seinem Körper und seinem Geist zu holen. Die Kombination aus Kaffee und Nickerchen mag zwar zuerst wie ein Widerspruch erscheinen, kann aber zu einer erhöhten Wachsamkeit führen. Das Geheimnis? Das Koffein im Kaffee wirkt nicht sofort, sodass wir ein kurzes Nickerchen einschieben können, bevor die anregende Wirkung einsetzt.

So funktioniert das Kaffee-Nickerchen

Obwohl viele Menschen routinemäßig erst einen kleinen Mittagsschlaf halten und danach ihren Kaffee trinken, ist die Reihenfolge beim Coffee-Nap umgekehrt. Bei dieser Art von Nickerchen trinkt man erst eine Tasse Kaffee und legt sich danach für 20 Minuten hin. Wichtig ist, dass die Schlafphase nicht länger als 20 Minuten dauert, da sonst die Gefahr besteht in einen Tiefschlaf zu fallen. Denn solltest du länger schlafen, tritt dein Gehirn in tiefere Schlafstadien ein, von denen es einige Zeit braucht, um sich zu erholen.

Wie du das mittägliche Nickerchen richtig hältst und ab wann er mehr als ein Powernap ist, erfährst du in unserem Artikel Mittagsschlaf: Das ist die optimale Schlafdauer.

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Kaffee und Nickerchen verstärken Wirkung von Koffein

Unser Körper produziert auf natürliche Weise einen Neurotransmitter namens Adenosin, der für die Entstehung von Müdigkeit verantwortlich ist. Diese Adenosin-Moleküle binden sich an spezielle Rezeptoren im Gehirn und leiten damit das Signal „Ich bin müde“ an den Körper weiter. Wenn wir schlafen, baut unser Körper das Adenosin wieder ab — auch bereits nach einer kurzen Schlafphase.

Trinken wir nun Kaffee, gelangt Koffein in unseren Blutkreislauf. Dort benötigt es ungefähr 20 Minuten, bis es das Gehirn erreicht. Wenn du in dieser Zeit ein 20-minütiges Nickerchen machst, reduzierst du deinen Adenosinspiegel gerade rechtzeitig, bevor das Koffein wirkt. Sobald das Koffein im Gehirn angekommen ist, bindet es sich an die freien Adenosinrezeptoren. So kann die Wirkung des Kaffees als auch des Mittagsschlafs verstärkt werden. 

Übrigens: Manchmal kann es schwer sein, auf Knopfdruck einzuschlafen, insbesondere, wenn man nicht viel Zeit hat. Für die Wirkung des Coffee-Naps reicht jedoch auch entspanntes Dösen im Leichtschlaf oder einfach ein bisschen Ruhe aus. 

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de