Kaufberatung

Die besten Matratzen im Vergleich – gut gebettet & ideal erholt

Die besten Matratzen im Vergleich – gut gebettet & ideal erholt

Federkern oder Kaltschaum, Härtegrade 1 oder doch 4? Die Auswahl an Schlafunterlagen ist riesengroß. Wie du eine passende findest, die wirklich zu dir und deinem Schlafverhalten passt und worauf du achten solltest, kannst du hier nachlesen.

Die richtige Matratze ist enorm wichtig für einen gesunden und erholsamen Schlaf.
Die richtige Matratze ist enorm wichtig für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Bild: iStock

Das Wichtigste vorab

  • Eine gute und zu dir passende Matratze ist entscheidend für einen gesunden und erholsamen Schlaf.
  • Essenziell ist hierbei der richtige Matratzentyp. Du hast die Wahl zwischen Kaltschaum-, Federkern- oder Latexmatratzen. Alle Arten besitzen verschiedene Vor- und Nachteile.
  • Für Seiten- und Rückenschläfer sind vor allem Kaltschaummatratzen, Gelschaummatratzen oder Viscoschaummatratzen gut geeignet, während Bauchschläfer einen eher festen Matratzentyp, wie Federkernmatratzen, wählen sollte. 
  • Auch der Härtegrad hat großen Einfluss auf den Schlafkomfort. Matratzen gibt es in H1 (weich) bis H5 (sehr fest).

Matratzen im Vergleich

Vorschau
EMMA One Federkern® Matratze 90x200cm |...
Träumegut24 - Orthopädische 7-Zonen Matratze -...
Ravensberger Matratzen Latexmatratze Klassik (ÖKO...
Linenspa Hybrid Matratze, 20cm hohe...
Traumnacht Komfort 7-Zonen Memoryschaum-Matratze...
Matratzenart
Taschenfederkernmatratze
Kaltschaummatratze
Latexmatratze
Kaltschaum- und Viscoschaummatratze mit Federkern
Viscoschaummatratze
Höhe
18 cm
16 cm
19 cm
20 cm
21 cm
Härtegrad
medium, circa H2
Wendematratze mit H2 & H3
H2
H3 - H4
H2
Zonen
5 Zonen
7 Zonen
7 Zonen
keine Angaben
7 Zonen
Belastbarkeit
50 bis 130 kg
H2 bis 80 kg, H3 ab 80 kg
H2 bis 80 kg
H3 ab 80 kg
H2 bis 80 kg
Material Bezug
Oberseite aus 100 % Polyester, Unterseite aus 89 % Polyester und 11 % Polypropylen
100 % Mikrofaser
100 % Baumwoll-Doppeltuch
keine Angaben
Doppeltuchbezug aus 65 % Polyester und 35 % Viskose
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
dynamischer Matratzenkern mit ca. 250 Tonnentaschenfedern pro m², passt sich jedem Körpertyp an & sorgt für eine ergonomische Ausrichtung der Wirbelsäule, atmungsaktives Material, 100 Nächte Probeschlafen und 10 Jahre Garantie
Punktelastisch mit guter Druckentlastung & Stützung, atmungsaktiv, frei von Schadstoffen, Öko-Tex zertifiziert, geeignet für Allergiker, verwendbar als Baby- und Kindermatratze
verschiedene Härtegrade verfügbar, 7-Zonen-Stiftlatex-Kernkonstruktion für optimalen Liegekomfort, atmungsaktiv & temperaturregulierend, für Hausstaubmilbenallergiker geeignet, Made in Germany, schadstofffrei, Öko-Tex zertifiziert
Hybridmatratze, kombiniert kuscheligen Komfortschaum & Memory Foam mit der Tragfähigkeit einer Federkernmatratze, sehr hoher Liegekomfort, temperaturregulierend, 10 Jahre Garantie
verschiedene Härtegrade verfügbar, Komforthöhe, mit Auflage aus Viscoschaum für ausgezeichnete Anpassung an die Körperform, gute Luftzirkulation, schadstoffgeprüft und Öko-Tex zertifiziert
Preis
299,00 EUR
94,90 EUR
Preis nicht verfügbar
164,90 EUR
229,90 EUR
Vergleichssieger
Vorschau
EMMA One Federkern® Matratze 90x200cm |...
Matratzenart
Taschenfederkernmatratze
Höhe
18 cm
Härtegrad
medium, circa H2
Zonen
5 Zonen
Belastbarkeit
50 bis 130 kg
Material Bezug
Oberseite aus 100 % Polyester, Unterseite aus 89 % Polyester und 11 % Polypropylen
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
dynamischer Matratzenkern mit ca. 250 Tonnentaschenfedern pro m², passt sich jedem Körpertyp an & sorgt für eine ergonomische Ausrichtung der Wirbelsäule, atmungsaktives Material, 100 Nächte Probeschlafen und 10 Jahre Garantie
Preis
299,00 EUR
Hier erhältlich
Preis-Sieger
Vorschau
Träumegut24 - Orthopädische 7-Zonen Matratze -...
Matratzenart
Kaltschaummatratze
Höhe
16 cm
Härtegrad
Wendematratze mit H2 & H3
Zonen
7 Zonen
Belastbarkeit
H2 bis 80 kg, H3 ab 80 kg
Material Bezug
100 % Mikrofaser
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
Punktelastisch mit guter Druckentlastung & Stützung, atmungsaktiv, frei von Schadstoffen, Öko-Tex zertifiziert, geeignet für Allergiker, verwendbar als Baby- und Kindermatratze
Preis
94,90 EUR
Hier erhältlich
Komfortsieger
Vorschau
Ravensberger Matratzen Latexmatratze Klassik (ÖKO...
Matratzenart
Latexmatratze
Höhe
19 cm
Härtegrad
H2
Zonen
7 Zonen
Belastbarkeit
H2 bis 80 kg
Material Bezug
100 % Baumwoll-Doppeltuch
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
verschiedene Härtegrade verfügbar, 7-Zonen-Stiftlatex-Kernkonstruktion für optimalen Liegekomfort, atmungsaktiv & temperaturregulierend, für Hausstaubmilbenallergiker geeignet, Made in Germany, schadstofffrei, Öko-Tex zertifiziert
Preis
Preis nicht verfügbar
Hier erhältlich
Vorschau
Linenspa Hybrid Matratze, 20cm hohe...
Matratzenart
Kaltschaum- und Viscoschaummatratze mit Federkern
Höhe
20 cm
Härtegrad
H3 - H4
Zonen
keine Angaben
Belastbarkeit
H3 ab 80 kg
Material Bezug
keine Angaben
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
Hybridmatratze, kombiniert kuscheligen Komfortschaum & Memory Foam mit der Tragfähigkeit einer Federkernmatratze, sehr hoher Liegekomfort, temperaturregulierend, 10 Jahre Garantie
Preis
164,90 EUR
Hier erhältlich
Vorschau
Traumnacht Komfort 7-Zonen Memoryschaum-Matratze...
Matratzenart
Viscoschaummatratze
Höhe
21 cm
Härtegrad
H2
Zonen
7 Zonen
Belastbarkeit
H2 bis 80 kg
Material Bezug
Doppeltuchbezug aus 65 % Polyester und 35 % Viskose
Bezug abnehmbar & waschbar?
Besonderheiten
verschiedene Härtegrade verfügbar, Komforthöhe, mit Auflage aus Viscoschaum für ausgezeichnete Anpassung an die Körperform, gute Luftzirkulation, schadstoffgeprüft und Öko-Tex zertifiziert
Preis
229,90 EUR
Hier erhältlich

Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf

Um im Dschungel der vielen verschiedenen Matratzentypen die passende Matratze für dich zu finden, sind vor allem zwei Punkte entscheidend: deine bevorzugte Schlafposition und dein Schlafverhalten. Denn wenn du Seitenschläfer bist, ist die Aufliegefläche deines Körpers kleiner als bei Bauch- oder Rückenschläfern und deine Schlafunterlage muss dich anders abstützen.

Eine Matratze stabilisiert dich dann optimal, wenn deine Wirbelsäule gerade verläuft und an keiner Stelle gekrümmt ist oder durchhängt.

Dass deine Schlafunterlage nicht gut an deine Liegeposition angepasst ist und dich nicht optimal stützt, merkst du an häufigen Rückenschmerzen und Verspannungen. Über die Jahre können sogar Durchblutungsstörungen und/ oder Bandscheibenprobleme auftreten. Die Wahl des richtigen Matratzentyps ist also entscheidend für deine Gesundheit und deinen Schlafkomfort. 

Welche Matratzenarten gibt es?

Egal, ob Kaltschaum, Federkern oder Latex – jede Matratzenart hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn du mehr über die verschiedenen Typen wissen willst, lies unseren Artikel über Matratzenarten. Hier gehen wir noch einmal genau auf die verschiedenen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Matratzentypen ein.

Federkernmatratzen

Die wohl gängigste Art, da sie günstig und dennoch recht komfortabel sind. Federkernmatzen lassen sich in zwei Typen unterteilen: Taschenfederkern- und Bonnellfederkernmatratzen. Sie unterscheiden sich durch die Verteilung der Sprungfedern im Matratzenkern: Bei Taschenfederkernmatratzen sind die Federn einzeln in Stofftaschen eingenäht und vollständig umhüllt. Bonellfederkernmatratzen hingegen besitzen diese Stofftaschen nicht. Hier sind die Federn durch Drähte miteinander verbunden.
Durch die Verteilung der Federn schwingen Taschenfederkerne weniger nach als Bonnellfederkernen. Das bedeutet, dass du die Bewegungen deines Partners oder deiner Partnerin nur schwach spürst, wenn ihr zusammen auf einer Matratze schlaft. 

Vorteile von FederkernmatratzenNachteile von Federkernmatratzen
– Ideal für Rücken- und Bauchschläfer.
– Gut geeignet für schwitzende Menschen, da
Feuchtigkeit gut aufgenommen und nach außen transportiert wird.
– Gut für wärmeempfindliche Menschen, da
nur geringe Wärmedämmung. 
– Gute Punktelastizität, geben nur dort nach, wo belastet wird.
– Nicht geeignet für Menschen, die schnell frieren, da eher kühl.
– Matratzen sind eher schwer, Umdrehen und Anheben sind mühsam.
– Nicht mit verstellbaren Lattenroste kombinierbar, da nicht flexibel. 
– Meist nur mit beidseitig gleichem Härtegrad erhältlich.

Schaumstoffmatratzen

Diese Matratzenart ist ebenfalls in zwei Typen unterteilbar: Kaltschaum- und Standardschaummatratzen. Kaltschaummatratzen werden ohne Wärmezugabe – also kalt – in großen Blöcken aufgeschäumt. Schlafunterlagen aus Standardschaum werden oft auch als Komfortschaummatratzen bezeichnet. Sie härten unter der Zufuhr von Wärme aus. Dadurch können Luftbläschen und eine unregelmäßige Struktur entstehen.

Vorteile von Schaum­stoff­matratzenNachteile von Schaum­stoff­matratzen
– Geeignet bei häufig wechselnden Schlafposition. 
– Gute Punktelastizität, schwingt nur wenig nach.
– Hohe Haltbarkeit, auch für schwere Menschen geeignet. 
– Gute Wärmeisolation
– Geringes Eigengewicht, einfacher zu wenden. 
– Stark schwankende Qualität.
– Für stark schwitzende Menschen nicht
geeignet, da eher schlechter Feuchtigkeitstransport.
– Feuchtigkeit und Wärme können Liegekuhlen verursachen.
– Oft weicher als der Härtegrad angibt.

Viscoschaummatratzen

Diese Unterlagen werden aus sogenanntem Polyurethan-Schaumstoff bzw. Memory-Foam mit „Memory-Effekt“ gefertigt. Das bedeutet, dass sich das Material durch Druck und Körperwärme ideal an die Körperform anpasst und den Körper optimal abstützt. Dadurch entsteht ein „schwereloses“ Schlafgefühl und Auflage- oder Druckstellen werden effektiv vermieden. Viscoschaummatratzen sollten idealerweise bei einer Schlafzimmertemperatur von mindestens 18 °C genutzt werden, da sich der thermoelastische Viscoschaum nur dann optimal der Körperkontur anpassen kann.
Neben Viscoschaummatratze gibt es auch Gelschaummatratzen. Diese bieten ebenfalls einen hohen Liegekomfort und eine genaue Anpassung an die Körperform.

Vorteile von Viskoschaum- und GelschaummatratzenNachteile von Viskoschaum- und
Gelschaummatratzen
– Passen sich optimal der Körperkontur an.
– Ideal für Seitenschläfer.
– Verhindern Druckstellen.
– Für frierende Menschen perfekt, da gut Wärme isolierend.  
– Eher schlechter Feuchtigkeitstransport,
für stark schwitzende Menschen nicht geeignet.
– Oft hochpreisig. 
– Bei zu geringen Raumtemperaturen erhärtet der Schaum, wodurch keine Anpassung an die
Körperform stattfinden oder Kuhlen entstehen können. 

Latexmatratzen

Latexmatratzen wurden früher aus Latex von Kautschukbäumen hergestellt, bestehen aber heutzutage meist aus synthetischem Latex. Meist sind Latexmatratzen recht teuer, es gibt jedoch auch günstigere Mischtypen, die aus einer Latex­schicht mit Schaum­stoff­kern gefertigt werden. 

Vorteile von LatexmatratzenNachteile von Latexmatratzen
– Gute Liegeeigenschaften, weiches Liegegefühl.
– Langlebig und haltbar.
– Gute Wärmeisolierung, daher gut für frierende Menschen geeignet.
– Eher hochpreisig.
– Hohes Eigengewicht, daher schwer zu wenden.
– Schlechter Feuchtigkeitstransport, nicht für stark schwitzende Menschen geeignet.
– Eher weich bis mittelhart, nicht für Menschen
geeignet, die eine hohen Härtegrad bevorzugen.  

Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer?

Jede Schlafposition stellt andere Anforderungen an eine Matratze. Essenziell ist aber immer, dass der Körper orthopädisch korrekt gelagert ist.

Für Seitenschläfer eignen sich elastische Matratzen, die sich gut an die seitliche Körperkontur anpassen. Besonderes Augenmerk solltest du dabei auf eine gleichmäßige Druckverteilung legen, damit die Matratze genau an den Stellen nachgibt, wo der Körper aufliegt. Somit sind punktelastische Matratzen, wie Kaltschaummatratzen, Viscoschaummatratzen oder Gelschaummatratzen für Seitenschläfer ideal. 

Wenn du Rückenschläfer bist, kannst du fast jede Matratzenart wählen. Auch hier ist die Punktelastizität maßgebend, um deinen Rücken und deine Wirbelsäule optimal zu entlasten, sodass deine Lendenwirbel gestützt werden und das Becken nicht durchhängt. Kaltschaummatratzen, Gelschaummatratzen oder Viscoschaummatratzen sind also eine gute Wahl.

Bauchschläfer sollten sich für einen eher festen Matratzentyp entscheiden, damit sich im Schlaf kein Hohlkreuz bildet. Allerdings sollte das Becken dennoch etwas einsinken können, um die Lendenwirbel zu entlasten. Hier ist daher eine Matratze mit einem guten Mittelmaß nötig. Nicht zu hart, damit das Becken etwas weich liegt, und nicht zu weich, damit die Wirbelsäule nicht durchhängt. Am besten sind hier Federkernmatratzen, speziell Tonnentaschenfederkernmatratzen und Kaltschaummatratzen mit verschiedenen Zonen geeignet. Gelschaum und Viscoschaum sind unpassend, da sie häufig zu weich sind. 

Mit der richtigen Matratze schläft es sich einfach besser. Bild: Pexels

Welcher Härtegrad ist der richtige?

Der Härtegrad gibt die Eignung und Festigkeit für ein bestimmtes Körpergewicht an. Er wird meist mit dem Buchstaben „H“ (Härtegrad)  oder „F“ (Festigkeit) und einer Zahl zwischen 1 und 5 abgekürzt. 

Der Härtegrad spielt bei der Matratzenwahl eine wesentliche Rolle, denn er hat direkten Einfluss auf einen gesunden Schlaf. Für eine ergonomisch korrekte Schlafposition ist es wichtig, dass deine Wirbelsäule beim Liegen in Seitenlage so gestützt wird, dass sie gerade verläuft.

Ist deine Matratze zu weich, sinkst du zu tief ein und deine Wirbelsäule hängt durch. Ist sie hingegen zu fest, kann deine Schulter nicht tief genug einsinken, sodass sich deine Wirbelsäule nach oben biegt.

Die einzelnen Härtegrade teilen sich wie folgt auf:

  • H1 / F1: weich bis mittelweich, bis 60 kg
  • H2 / F2: mittelweich bis mittelfest, bis 80 kg
  • H3 / F3: mittelfest bis fest, ab 80 kg
  • H4 / F4: fest bis sehr fest, 110 kg
  • H5 / F5: sehr fest, ab 130 kg

Größe & Körpergewicht 

Der Härtegrad sollte nicht nur aufgrund des Körpergewichts ausgewählt werden. Auch deine Körpergröße hat Einfluss auf die Kaufentscheidung, denn bei zwei Menschen in derselben Gewichtsklasse verteilt sich das Gewicht bei einer großen Person anders als bei einer kleinen Person.

Für den Kauf kannst du dir daher diese praktische Formel merken:

  • Körpergewicht in kg < (Körpergröße in cm – 100) → weich (H1 bis H2)
  • Körpergewicht in kg = (Körpergröße in cm – 100) → mittel (H3)
  • Körpergewicht in kg > (Körpergröße in cm – 100) → fest (H4 bis H5)

Beispiel: Wenn du 80 kg wiegst und 175 cm groß bist, ergibt das die Berechnung 80 > (175-100), also solltest du eine Matratze aus den Härtegraden H4 bis H5 wählen. 

Diese Punkte solltest du außerdem beachten 

Neben dem passenden Matratzentyp und dem Härtegrad gibt es noch weitere wichtige Kriterien, auf die du beim Kauf achten solltest: 

Wie viele Zonen?

Die verschiedenen Zonen sorgen dafür, dass die Schlafunterlage deinen Körper an den richtigen Stellen stützt. Damit deine Wirbelsäule nachts in ihrer natürlichen S-Form gestützt wird, muss die Matratze an den Stellen nachgeben, wo der Druck am größten ist – also im Bereich von Hüfte/Becken und Schulter.
Dazu wird sie in unterschiedliche Liegezonen eingeteilt. Das geschieht beispielsweise durch verschiedene Drahtstärken bei Federkernmatratzen oder durch abwechslungsreiche Profile an der Oberfläche. Man unterscheidet dabei meist zwischen 3-Zonen, 5-Zonen, 7-Zonen und 9-Zonen. Allerdings sind Schlafunterlagen mit drei Zonen heutzutage so gut wie gar nicht mehr erhältlich, während 7-Zonen-Matratzen am weitesten verbreitet sind. Das liegt daran, dass diese den Körper ideal stabilisieren bzw. entlasten und somit die meisten Menschen auf einer Matratze mit sieben Zonen am besten schlafen

Welches Raumgewicht?

Das Raumgewicht (RG) bezieht sich auf die Dichte des verwendeten Materials und ist ein wesentlicher Anhaltspunkt für die Lebensdauer einer Matratze.

Vor allem bei einer Schaummatratze, also einer Kaltschaum-, Latex-, Visco- oder Gelmatratze spielt es eine große Rolle, denn es gibt an, wie viel Kilogramm Masse in einem Kubikmeter Schaumstoff verwendet wurden. 

Ein typisches Raumgewicht für liegt beispielsweise bei 40 kg/m³.

Prinzipiell gilt: Je höher der RG-Wert, desto schwerer ist der Schaumstoff und umso höher ist die Elastizität und Langlebigkeit.

Welche Höhe?

Generell gilt: Die Matratzenhöhe gibt keinen Aufschluss über die Qualität und den Komfort einer Matratze. Vielmehr hängt diese vor allem vom Material und der Verarbeitung ab. So kann beispielsweise eine Schaummatratze sehr hoch sein und dennoch schnell an Stützkraft verlieren. 

Allerdings sollten besonders Seitenschläfer trotzdem die Matratzenhöhe im Auge behalten. Bei einer Höhe von 15 cm oder weniger sind die Unterlagen hauptsächlich für Kinder geeignet. Eine Matratze für Erwachsene sollte mindestens eine Höhe zwischen 15 und 20 cm haben. Diese gelten als gute Einsteigermatratzen.

Ab einer Höhe von 20 cm spricht man von einer Komforthöhe, wirkliche Qualitätsmatratzen sind meist über 20 cm dick und bieten so eine optimale Unterstützung und viel Komfort. Eine Höhe von 30 cm und mehr findet man vor allem bei Boxspringmatratzen.

Boxspringbetten – Top oder Flop?

Bei einem Boxspringbett liegt auf dem Unterbau meist eine Federkern­matratze und darauf eine Matratze aus Schaum­stoff. Boxspringbetten sind in der Regel teuer und gelten als vermeintliche hochwertige Betten. Allerdings halten sie oft nicht, was die Werbung verspricht. Einige Modelle bieten zwar gute Liegeeigenschaften, dafür aber eine kurze Halt­barkeit.

Vorteile von BoxspringbettenNachteile von Boxspringbetten
– Die komfortable Höhe von oft 60 bis 70 cm erleichtert das Hinlegen und Aufstehen.
– Topper aus Kalt­schaum besitzen eine gute Wärme­isolierung und sind ideal für Menschen, die leicht frieren.
– Sehr hochpreisig.
– Schwer und sperrig.
– Stark eingeschränkter Feuchtigkeits­trans­port, keine gute Belüftung.

Matratzen im Test – welche ist die beste?

Schaust du vor einem Kauf auch gerne bei Stiftung Warentest nach, welche Produkte in den Tests gut abgeschnitten haben und Testsieger wurden? Das ist super, denn die Verbraucherorganisation hat bereits Matratzen getestet und die Testergebnisse in einer kostenpflichtigen Übersicht bereitgestellt (Stand des Tests: März 2022). Testsieger beim Vergleich war bei den Schaum­stoff­matratzen die Bodyguard-Matratze von bett1 sowie die Traumnacht Komfort 7-Zonen 2 in 1 Duo. Bei den Latex­matratzen landete die Sanastar-Comfort von Allnatura auf dem ersten Platz und bei den Federkern­matratzen war die Emma Dynamic von emma one der Testsieger.

Matratzenarten: Junge Frau testet neue Matratze.
Investiere bei der Matratzensuche lieber etwas mehr Zeit, um die ideale Matratze für dich zu finden. Bild: iStock

Oft gestellte Fragen

Wo kann ich eine Matratze kaufen?

Eine Vielfalt an verschiedenen Matratzen-Modellen, z. B. von dunlopillo, emma oder tempur, bekommst du vor Ort im Fachhandel, also in speziellen Bettenhäusern und Matratzenläden, wie z. B. Matratzen Concord oder bei Ikea. Auch bei Discountern wie Lidl gibt es immer wieder gute Matratzen im Angebot. Im Internet findest du ebenfalls eine große Auswahl, z. B. bei Onlinehändlern wie Amazon & Co.

Wie viel kostet eine gute Matratze?

Je nach Matratzentyp und Qualität der Matratze bestehen starke Preisunterschiede. Von rund 50 bis 3000 Euro ist alles möglich. Bei einer auf deine persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Matratze solltest du mit 600 bis 1200 Euro rechnen.

Welche Matratze für Babys und Kinder?

Für Babys und Kinder sind spezielle Kinder­matratzen empfehlenswert. Diese sind flacher als Modelle für Erwachsene und haben keine verschiedenen Zonen, da Kinder leichter sind und weniger tief einsinken. Achte unbedingt darauf, dass die Matratze die neue Norm DIN EN 16890:2017 einhält. Diese Norm stellt sicher, dass Kinder­matratzen nicht zu weich sind und soll Kinder so vor dem Ersti­cken schützen. Denn wenn die Matratze zu weich ist, besteht die Gefahr, dass das Gesicht des Kindes in Bauchlage einsinkt und Mund und Nase gleich­zeitig verschlossen werden.

Matratzenpflege: Wie reinige ich die Matratze?

Achtet darauf, dass die Matratze einen abnehmbaren Bezug hat, der waschbar ist. So wird die Reinigung erleichtert. Diesen kannst du ein- bis zweimal im Jahr in Waschmaschine stecken. Die Matratze an sich sollte, wenn möglich, nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, da sich schnell Milben und Bakterien einnisten und Schimmel entstehen kann, wenn die Matratze nicht optimal trocknet. 
Ansonsten solltest du bei der Matratzenreinigung darauf achten, dass die Matratze jeden Tag gut auslüften kann.
Diese Durchlüftung passiert zum Teil bereits durch die Zwischenräume im Lattenrost. Dennoch solltest du das Schlafzimmer jeden Tag direkt nach dem Aufstehen gut lüften, die Bettdecken nach hinten schlagen und den Topper idealerweise abnehmen, damit die Matratze nach oben „atmen“ kann.

Wann und wie oft soll ich die Matratze wenden?

Am besten solltest du die Matratze bei jedem Wechsel der Bett­wäsche wenden, spätestens aber alle drei Monate. Wenn die Matratze keinen speziellen Liegezonen hat, kannst du dabei auch Kopf- und Fuß­ende tauschen. Dadurch wird die Matratze gleich­mäßig abge­legen.

Wann ist die Matratze durchgelegen und wann sollte ich die Matratze wechseln?

Sobald die Matratze Liegekuhlen zeigt, also Vertiefungen, die nicht mehr von selbst zurückgehen, sollte sie ausgetauscht werden. Auch andere Alterserscheinungen, wie bröselndes Latex oder spürbar ausgeleierte Federkerne zeigen, dass die Matratze gewechselt werden sollte. 
Der TÜV Rheinland rät dazu, die Matratze alle acht Jahre zu wechseln. Bei preiswerten Modellen ist dies sogar schon nach fünf bis acht Jahren empfehlenswert. Hochwertige Matratzen besitzen hingegen eine bessere Haltbarkeit und können bei guter Pflege bis zu vierzehn Jahre verwendet werden. Länger sollten Matratzen aber auch aus hygienischen Gründen nicht genutzt werden.

Was sind die besten Matratzen für den Rücken & bei Rückenschmerzen?

Es gibt einige Punkte, die einen Einfluss auf die Liegeeigenschaften der Matratze haben. Bei Rückenschmerzen und -problemen sind vor allem drei Aspekte relevant: Eine hohe Punktelastizität, der richtige Härtegrad und integrierte Liegezonen können helfen, Rückenschmerzen zu verhindern.

Wo entsorge ich eine Matratze?

Hier gibt es vier Möglichkeiten: 1. Du lässt die alte Matratze mit dem Sperrmüll abholen. 2. Du entsorgst sie auf dem Wertstoffhof. 3. Du spendest deine Matratze der Caritas oder dem Roten Kreuz oder verschenkst sie bei eBay. 4. Manche Hersteller nehmen die Altmatratze bei der Lieferung der neuen gleich mit, hier lohnt sich eine Anfrage.

Letzte Aktualisierung am 17.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Sebastian Vogt

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de