Gesunder Schlaf

Schlafen bei Asthma: 4 Tipps gegen nächtliche Attacken 

Schlafen bei Asthma: 4 Tipps gegen nächtliche Attacken 

Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit über 300 Millionen Menschen an Asthma. Die chronische Lungenerkrankung kann den Schlaf stören und das Leben für die betroffenen Personen unerträglich machen. Wir geben Tipps, die nächtlichen Asthmaanfällen vorbeugen können.

Rund 75 Prozent aller Erkrankten leiden unter nächtlichen Asthmaattacken. Bild: Pexels

Was ist Asthma? 

Pfeifende Atemgeräusche, Hustenanfälle und Kurzatmigkeit — alleine in Deutschland sind circa acht Millionen Menschen von der Lungenerkrankung betroffen. Asthma (Asthma bronchiale) betrifft die Bronchien, die aufgrund einer chronischen Entzündung überempfindlich reagieren und sich verengen. Die Atemwege produzieren daraufhin einen zähen Schleim, wodurch die Luftmenge, die hindurchströmen kann, weiter verringert wird. Zusätzlich verkrampfen sich die Bronchien. Dies kann zu den typischen Symptomen wie Keuchen, Husten, Atemnot und Engegefühl in der Brust führen.

Die entzündeten Atemwege erschweren darüber hinaus körperliche Aktivitäten oder machen sie sogar unmöglich. Verschlimmern sich die Symptome, spricht man von einem Asthmaanfall oder einem Asthma-Schub. Manche Asthmatiker beschreiben Asthmaanfälle als ein Gefühl, als ob man durch einen Strohhalm atmen würde.

Solche Fälle erfordern dringende ärztliche Hilfe durch einen Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses. Wenn du oder eine andere Person Anzeichen eines schweren Asthmaanfalls zeigen, benachrichtige sofort die Nummer 112 und bitte um einen Krankenwagen.

Asthma bronchiale unterscheidet zwischen zwei Formen: Allergisches und nicht-allergisches Asthma. Bei allergischem Asthma kommt es zu rasch auftretenden Atemnotanfällen, nachdem die betroffenen Personen reizenden Stoffen oder Allergenen ausgesetzt waren. Nicht-allergisches Asthma kann durch Infektionen der Atemwege, körperliche Anstrengung, Kälte, Tabakrauch, Stress und Medikamente ausgelöst werden. 

Schlafen bei Asthma: Tipps gegen nächtliche Anfälle

Nachts sind Asthmasymptome besonders ausgeprägt. Wir haben einige Tipps zum Umgang mit nächtlichem Asthma zusammengestellt.

1. Das Schlafzimmer reinigen 

Laut Wissenschaftlern ist das Risiko für einen Asthmaanfall nachts am höchsten. Das liegt daran, dass wir in unserem Schlafzimmer einer höheren Belastung durch Hausstaubmilben und anderen Allergenen ausgesetzt sind. Die gründliche Reinigung des Schlafzimmers mit regelmäßigem Staubsaugen und Staubwischen verbessert die Raumluftqualität und verringert die Wahrscheinlichkeit für einen Asthmaanfall. Darüber hinaus wird empfohlen, Bettwäsche sowie Bettlaken wöchentlich zu wechseln und bei einer Temperatur von mindestens 55 Grad Celsius zu waschen. Das tötet die meisten Hausstaubmilben ab. 

Einige wichtige Dinge werden beim Reinigen des Schlafzimmers häufig vernachlässigt. Welche das sind, erfährst du in unserem Artikel Schlafzimmer reinigen: 3 Orte, die du immer vergisst. 

2. Vor dem Einschlafen eine Nasenspülung machen

Eine liegende Position kann zusätzlichen Druck auf Brust und Lunge ausüben, was den Atemwiderstand erhöhen kann. Sekrete und Schleim aus den Stirn- und Nasennebenhöhlen können in den hinteren Teil des Rachens tropfen und sich in den Bronchien ansammeln. Diese Faktoren erschweren ebenfalls den Schlaf und lösen Husten sowie Atemnot aus. Die Verwendung einer Nasenspülung vor dem Schlafengehen könnte diesen Symptomen sowie eventuellen Allergiesymptomen vorbeugen. 

3. Ein Glas warmes Wasser mit Honig trinken 

Die antioxidativen Eigenschaften von Honig stärken nicht nur das Immunsystem und schützen vor Erkältungen und Grippe, Honig befreit auch von Verstopfungen in der Brust. Forschende gehen davon aus, dass die Süße des Honigs die Speichelproduktion anregt und den Hustenreiz lindert. Die im Honig enthaltenen Minerale haben darüber hinaus entzündungshemmende Eigenschaften und können so das Anschwellen der Atemwege verringern. 

4. Medikamente einnehmen

Die Einnahme von oralen Medikamenten vor dem Schlafengehen kann ebenfalls hilfreich sein. Sogenannten inhalative Steroide lindern Entzündungen und helfen, die Asthmasymptome in der Nacht zu reduzieren und vorzubeugen. Aber: Lassen Sie sich vor der Einnahme der Medikamente von Ihrem Arzt beraten, ob die Inhalation unmittelbar vor dem Schlafengehen gehen, ratsam ist.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de