Gesunder Schlaf

Schläft man als Sportler anders?

Schläft man als Sportler anders?

Der Schlaf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Die empfohlene Schlafdauer liegt bei sieben bis neun pro Nacht, aber schlafen Sportler mehr und besser? Unser Artikel klärt auf. 

Schlaf ist für die Erholung und Leistung von Sportlern essenziell. Bild: iStock/ Lifemoment

Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit, des Wohlbefindens sowie der kognitiven und sportlichen Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus ist er essenziell für die Anpassungsprozesse des Körpers zwischen den Trainingseinheiten und eine der grundlegenden Möglichkeiten, um sich vom Training zu erholen und die Leistung zu verbessern. So geht eine längere Schlafdauer und bessere Schlafqualität bei Sportlern oft mit einer gesteigerten Leistung und mehr Erfolg im Wettkampf einher. Spitzensportlern wird empfohlen, mindestens neun Stunden pro Nacht zu schlafen. Die Empfehlungen für Menschen, die nur mäßig trainieren, liegen zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Dies sind natürlich nur Durchschnittswerte. Die optimale Schlafdauer hängt im Allgemeinen vom Alter, der Größe und der täglichen Aktivität ab.

Schlafen Sportler besser?

Unser Schlaf unterteilt sich in vier verschieden Schlafphasen, die sich während der Nacht stetig wiederholen. Ein Zyklus besteht aus der Einschlafphase, der Leichtschlafphase, der Tiefschlafphase und der REM-Phase („Rapid Eye Movement“). Jede dieser Phasen hat seine bestimmte Aufgabe und ist notwendig für eine gesunde Nachtruhe. Doch schlafen Sportlern anders als nicht aktive Menschen?

Die Ergebnisse einer Studie mit norwegischen Schachspielern hat nun ergeben, dass bestimmte Schlafphasen für Sportler besonders von Vorteil sind. So beobachteten die Forschenden, dass die Sachspieler, die ihre Leistung im Schach verbessern konnten, andere Schlafmuster aufzeigten als diejenigen, deren Rang im Schach gesunken war. 

Die Schlafmuster der verbesserten Spieler wiesen zwar verhältnismäßig weniger REM-Schlaf auf, der Anteil an Tiefschlaf erhöhte sich jedoch. In dieser Phase schlafen wir besonders fest und sind nur schwer zu wecken. Darüber hinaus sinkt unsere Körpertemperatur dabei auf den niedrigsten Stand, die Herzfrequenz und die Atmung verlangsamen sich und der Blutdruck fällt. Während des Tiefschlafes repariert und regeneriert der Körper Gewebe, baut Knochen und Muskeln auf und stärkt das Immunsystem. Wer regelmäßig Sport macht, fällt also schneller in den Tiefschlaf und schläft länger tief. Das wiederum kann einen Leistungsschub bewirken. 

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine an Basketballspielern durchgeführte Studie. Untersuchungen ergaben, dass eine Erhöhung des Schlafs auf 10 Stunden pro Nacht zu deutlichen Verbesserungen bei der Reaktionszeit, der Sprintzeit und der Schussgenauigkeit sowie bei der Tagesmüdigkeit und der allgemeinen Stimmung führte. Schlafmangel wiederum führte zu einem Verlust an Beweglichkeit, Koordination und Schnelligkeit.

Doch Vorsicht: In einigen Fällen kann Sport den Schlaf auch erschweren. Unsere Artikel Schlafprobleme nach dem Sport: Ursachen und Abhilfe erklärt, wann dies der Fall ist. 

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de