Gesunder Schlaf

Mit offenem Fenster schlafen? Diese Gründe sprechen dagegen

Mit offenem Fenster schlafen? Diese Gründe sprechen dagegen

Bei gekipptem Schlafzimmerfenster schläft es sich doch gleich viel besser. Wirklich? Wissenschaftler sind da anderer Meinung. Denn die Angewohnheit kann auf Dauer tatsächlich krank machen.

Gekipptes Fenster: Ein Mann öffnet ein Fenster.
Ein gekipptes Fenster in der Nacht ist nicht so gesund, wie du denkst. Bild: iStock

Es soll Menschen geben, die das Schlafzimmerfenster nicht nur im Sommer geöffnet haben, sondern sogar im Herbst und im Winter. Ist ja schließlich auch nichts dabei. Glaubst du. Tatsächlich macht es sehr wohl einen Unterschied, ob du mit geschlossenem oder geöffnetem Fenster schläfst. Und nein, es hat nichts mit Einbrechern zu tun. Es geht um etwas viel Wichtigeres: deine Gesundheit.

Mit offenem Fenster schlafen? 4 Gründe, die dagegen sprechen

Was ein geöffnetes Schlafzimmerfenster schon mit deiner Gesundheit zu tun haben kann, fragst du dich? Laut einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz eine ganze Menge. Schuld ist der Verkehrslärm. Der hat nämlich auch in der Nacht einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Selbst dann, wenn wir tief und fest schlafen und die vorbei rauschenden Autos nicht bewusst bemerken. Was passiert in unserem Körper?

  1. Schon ein einzelnes vorbeifahrendes Auto setzt im Körper Stresshormone frei, die wiederum den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck in die Höhe schnellen lassen können. Und dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  2. Durch den auftretenden Lärm können auch andere Krankheiten, wie etwa Diabetes begünstigt werden.
  3. Auch die Psyche hat unter dem Lärm zu leiden, wie die Studie bestätigt. So können etwa Depressionen und Angstzustände begünstigt werden. „Wir gehen davon aus, dass Lärm eine Stressreaktion induziert, charakterisiert durch eine Aktivierung des sympathischen Nervensystems, einer verstärkten Ausschüttung von Katecholaminen, Kortison und Angiotensin-II, die letztlich in einer Störung der Gefäßfunktion mündet“, so Professor Thomas Münzel gegenüber der ÄrzteZeitung.
  4. Die kühle Luft kann die Wohnung auskühlen. Sogar im Sommer wird es nachts sehr kühl. Dann kann es im Schlafzimmer ganz schon kalt werden. So kalt, dass sogar die ganze Wohnung auskühlen kann. Beim Aufwachen frierst du dann. Das ist alles andere als gesund, denn so schwächst du dein Immunsystem schon mit dem Aufwachen.

Das Stresslevel, dem dein Körper in der Nacht ausgesetzt ist, unterscheidet sich natürlich von Region zu Region. Während auf dem Land meist kaum mit größeren Störungen in der Nacht zu rechnen ist, sieht es in der Stadt schon wieder ganz anders aus. Wohnst du in der Stadt, solltest du deiner Gesundheit zuliebe das Fenster also öfter mal geschlossen halten.

Du möchtest noch mehr über das Thema Schlaf erfahren? Dann folge uns auf Instagram, Facebook und Pinterest.

Quelle:

Johannes Gutenberg Universität Mainz

Autor Profilbild

Isabell Stiller

Online-Redakteurin bei MeinSchlaf.de