Gesunder Schlaf

Ist das Wachwerden zu krummen Uhrzeiten gesünder?

Ist das Wachwerden zu krummen Uhrzeiten gesünder?

Die Sozialen Medien stellen mal wieder einen neuen Schlaf-Trick vor. Demnach soll das Wachwerden zu krummen Uhrzeiten für einen erholsameren und fitteren Start in den Tag sorgen. Doch ist das wirklich so? Wir haben uns den Trick angeschaut.

Wecker mit krummen Uhrzeiten steht am Bett.
Ist es etwas gesünder bei krummen Uhrzeiten aufzuwachen? Bild: iStock

Viele sind beim morgendlichen Klingeln des Weckers noch total müde und erschöpft. Ein neuer Schlaf-Trick aus den sozialen Medien soll bei der morgendlichen Müdigkeit Abhilfe schaffen. So soll das Stellen des Weckers auf eine krumme Uhrzeit dafür sorgen, dass wir erholter in den Tag starten. Doch stimmt das? Können wir unseren Körper tatsächlich mit so einem simplen Trick an der Nase herumführen?

Sind krumme Uhrzeiten zum Wachwerden besser?

Um es direkt vorweg zu sagen: Dieser neue Schlaf-Trick mit den krummen Uhrzeiten ist ziemlicher Quatsch. Denn unsere nächtliche Erholung setzt sich aus Dauer und Tiefe des Schlafs zusammen. Es spielt also überhaupt keine Rolle, ob du um Punkt 8:00 Uhr aufstehst oder um 8:13 Uhr. Dein Körper wird in beiden Fällen noch müde sein, solltest du die für dich benötigte Schlafdauer nicht erreicht haben.

Das Gleiche gilt für die Schlaftiefe. Es spielt keine Rolle, wann der Wecker klingelt, wenn du in der Nacht nicht genügend Tiefschlaf und REM-Schlaf bekommen haben solltest. Diese beiden Schlafphasen sind entscheidend für die körperliche Erholung im Schlaf. Zwar hängt die genaue Schlafdauer ganz individuell von deiner Vorliebe ab, bei den meisten Menschen liegt die optimale Schlafdauer allerdings zwischen sechs und acht Stunden.

Dieser Tipp kann schaden

Dass dieser Schlaf-Trick mit den krummen Uhrzeiten nicht funktioniert, ist also geklärt. Allerdings kann man hier noch weitergehen und sogar davor warnen. Denn unser Schlaf verläuft in Schlafzyklen, die sich mehrmals die Nacht wiederholen. Zuerst kommt die Einschlafphase, gefolgt von der Leicht- und der Tiefschlafphase.

Beendet wird ein Zyklus von der REM-Phase, ehe wir langsam wieder leichter schlafen, kurz wachwerden – wovon wir in der Regel nichts merken (mit Ausnahme der Wolfsstunde) – und der Zyklus wieder von Neuem beginnt. Versetzen wir nun unsere Aufwachzeit auf spätere Zeitpunkte mit krummen Uhrzeiten (beispielsweise von 8:00 Uhr auf 8:17 Uhr), kann es sein, dass unser Körper mit der neuen Schlafphase beginnt und wir dabei sind, wieder tiefer einzuschlafen. Das Ergebnis: Du wirst noch geräderter und gestresster auf, als ohnehin.

Du möchtest noch mehr rund um das Thema Schlaf erfahren? Dann folge uns auf Instagram, Facebook und Pinterest.

Das wird dich auch interessieren:

Autor Profilbild

Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de