Gesunder Schlaf

Herzfrequenz im Schlaf: Welche Werte sind normal?

Herzfrequenz im Schlaf: Welche Werte sind normal?

Die Herzfrequenz ist eine der wichtigsten Indikatoren für unseren Gesundheitszustand. Tagsüber kann sie stark schwanken, die Herzfrequenz im Schlaf ist aber relativ stabil. Doch wie hoch ist sie und welche gilt als normal?

Herzfrequenz im Schlaf: Arzt malt einen Puls mit Herz.
Ist die Herzfrequenz im Schlaf gleichbleibend oder wechselhaft? Bild: iStock

Durchschnittlich schlägt das menschliche Herz am Tag ungefähr 100.000 Mal, wobei ein Puls von knapp 70 als Grundlage genommen wird. Tatsächlich liegt die normale Herzfrequenz aber zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Kinder haben einen etwas höheren Puls und auch wenn wir rauchen, Alkohol trinken oder Sport treiben, erhöht sich unser Herzschlag.

Man sollte davon ausgehen, dass die Herzfrequenz im Schlaf durchgehend stabil bleibt. Doch ist das so? Was ist mit dem Tiefschlaf, währenddessen sich unser Körper regeneriert? Oder mit der REM-Phase, in der unser Gehirn geistige Höchstleistungen vollbringt? Wir nennen die Normalwerte der Herzfrequenz im Schlaf.

Herzfrequenz im Schlaf messen: Das ist normal

Dass die Herzfrequenz im Schlaf gleichbleibend niedrig ist – da wir ja schlafen – ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Tatsächlich schnellt die Herzfrequenz bei den allermeisten Menschen in der Nacht mehrmals nach oben und fällt dann wieder zügig ab.

Der Grund dafür: Die schon oben genannte REM-Phase. Während unser Gehirn Höchstleistungen vollbringt, arbeitet auch das Herz kräftig. Umgekehrt ist es in der Tiefschlaf-Phase. Hier erreicht unser Puls den Tiefpunkt. So sieht der Puls während des Schlafs aus:

  • Einschlafphase: Ruhepuls zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute.
  • Leichtschlafphase: Ebenfalls eine Herzfrequenz zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute.
  • Tiefschlafphase: 45 bis 55 Schläge pro Minute.
  • REM-Phase: Kann sehr unterschiedlich sein. Wilde Ausschläge mit einer Herzfrequenz von bis zu 130 Schlägen pro Minute sind durchaus üblich. Bei Albträumen kann es sogar zu einem Puls von bis zu 200 Schlägen pro Minute kommen. Allerdings sind diese Phasen sehr kurz.

Problematisch wird es, wenn deine Herzfrequenz im Schlaf selbst in Leichtschlafphasen und Tiefschlafphasen nicht unter 100 sinkt. Betroffene leiden dann häufig an Beschwerden wie Schwindel, Brustschmerz oder Ohrensausen beim Aufwachen. Kommt dies bei dir vor, solltest du dringend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen und die Ursache abklären lassen.

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Alexander Scherb

Online-Redakteur bei MeinSchlaf.de