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Dawn-Syndrom: 3 Tipps gegen nächtliche Überzuckerung

Dawn-Syndrom: 3 Tipps gegen nächtliche Überzuckerung

Das Dawn-Syndrom, auch Dawn-Phänomen genannt, bezeichnet einen anormalen Anstieg des Blutzuckerspiegels am frühen Morgen – in der Regel zwischen 4 und 8 Uhr. Insbesondere für Menschen mit Diabetes ist dieses Phänomen in der Morgendämmerung problematisch. Wir geben 3 Tipps, die einen hohen Blutzuckerspiegel am Morgen vermeiden oder korrigieren können.  

Das Dawn-Phänomen bezeichnet den Anstieg der Blutzuckerwerte in den frühen Morgenstunden. Bild:iStock

Was verursacht das Dawn-Syndrom?

Das Dawn-Syndrom verdankt seinen Namen dem wiederholten Auftreten eines erhöhten Blutzuckerspiegels um die Zeit des Aufwachens, etwa zwischen 4 und 8 Uhr morgens. Obwohl die genauen Ursachen für die Erkrankung noch nicht eindeutig erforscht sind, weiß man, dass die verstärkte Ausschüttung bestimmter Hormone in der Nacht sowie am frühen Morgen eine große Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel Wachstumshormone, Cortisol, Adrenalin und Glukagon. Diese Hormone folgen einem zirkadianen Rhythmus, d. h. einem täglichen Zyklus, der unter anderem auch den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Wenn der Spiegel dieser Hormone in den zweiten Nachthälfte auf natürliche Weise ansteigt, wird die Leber angeregt, Glukose in den Blutkreislauf abzugeben. Dadurch erhält der Körper einen Energieschub, der dich auf das morgendliche Aufwachen vorbereitet. 

Dieser natürliche Anstieg des Blutzuckerspiegels veranlasst die Zellen der Bauchspeicheldrüse Insulin zu produzieren, um den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Menschen, die an Diabetes leiden, produzieren möglicherweise nicht genug Insulin oder sind zu insulinresistent, um dem Anstieg des Blutzuckerspiegels entgegenzuwirken — die Körperzellen reagieren in diesem Fall nicht angemessen auf Insulin. Es resultiert folglich ein hoher Nüchternblutzucker am Morgen. Dabei handelt sich um ein relativ häufiges Phänomen bei Diabetikern und ist vor allem in der Pubertät der Grund für hohe Blutzuckerwerte. Schätzungen zufolge tritt das Dawn-Syndrom bei etwa 50 % der Menschen mit Diabetes auf. 

Schlafqualität beeinflusst das Syndrom

Einige Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass die Schlafqualität das Dawn-Phänomen beeinflussen kann. Eine Studie aus dem Jahr 2017 mit Typ-2-Diabetikern, ergab, dass das Ausmaß des Dawn-Syndroms bei denjenigen mit einer schlechten Schlafqualität höher war als bei denjenigen mit einer guten Schlafqualität. Demnach können Schlafstörungen den Effekt verstärken. 

Schlafstörungen sind lästig und können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine deutliche Linderung des Problems können Betroffene bereits erzielen, indem sie ihre Schlafhygiene auf den Prüfstand stellen und verbessern. In unserem Artikel Schlafhygiene geben wir Tipps zur zur Verbesserung der Schlafqualität.

Erhöhung des Blutzuckerspiegels hat Auswirkungen auf die Gesundheit

Selbst kleine Anstiege des Blutzuckerspiegels können Auswirkungen auf die Gesundheit haben und mit einem erhöhten Risiko für Diabetes-Komplikationen in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören beispielsweise Herzerkrankungen und Nierenschäden. Daher kann die Bewältigung des Dawn-Syndroms ein wichtiger Schritt sein, um diesen Risiken entgegenzuwirken.  

Das kannst du tun – 3 Tipps gegen eine nächtliche Überzuckerung

Frühzeitig zu Abend essen

Wer spätabends noch viel isst, insbesondere kohlenhydrathaltige Snacks, dessen Blutzuckerwerte können im Schlaf ansteigen und die Auswirkungen des Dawn-Syndroms somit verschlimmern. Um einem hohen Blutzuckerspiegel vorzubeugen, solltest du darauf achten, nicht zu spät zu Abend zu essen und vor dem Schlafengehen auf kohlendydratreiche Mahlzeiten verzichten. 

Nach dem Abendessen aktiv werden

Moderate Bewegung in den Abendstunden kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken. Achte jedoch darauf, es nicht zu übertreiben, da du sonst Gefahr läufst, in der Nacht eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) zu erleiden. Konzentriere dich auf Aktivitäten wie Spazieren gehen, Yoga oder Fahrrad fahren. 

Regelmäßige Kontrolle des morgendlichen Blutzuckerspiegels 

Wenn dein Blutzucker mehr als dreimal in einem Zeitraum von zwei Wochen zu hoch ist, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann anhand der Werte feststellen, ob es sich um das Dawn-Syndrom handelt oder ob eine andere Ursache dahintersteckt. Darüber hinaus können auch die Insulin- oder Diabetes-Medikamente angepasst oder gewechselt werden. Eine Insulinpumpe kann beispielsweise so programmiert werden, dass sie in den frühen Morgenstunden mehr Insulin abgibt, um dem Dawn-Phänomen entgegenzuwirken.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de