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3 Merkmale des verzögerten Schlafphasensyndroms

3 Merkmale des verzögerten Schlafphasensyndroms

Wenn du häufig erst nach Mitternacht einschläfst und Schwierigkeiten hast, morgens rechtzeitig zur Arbeit aufzustehen, dann könntest du unter dem sogenannten verzögerten Schlafphasensyndrom leiden. Was es damit auf sich hat und an welchen Merkmalen du das Phänomen erkennst, erfährst du in diesem Artikel. 

Betroffene Personen haben Schwierigkeiten, morgens zu einer „normalen“ Zeit aufzuwachen, weil ihre innere Uhr noch keine starken Wecksignale aussendet. Bild: iStock

Das verzögerte Schlafphasensyndrom (Delayed Sleep Phase Syndrome, DSPS) ist eine Störung, bei der der Schlaf einer Person um zwei oder mehr Stunden gegenüber einer konventionellen Schlafenszeit verzögert ist. Der verspätete Schlaf führt dann zu Schwierigkeiten, zur gewünschten Zeit aufzuwachen. In einigen Fällen kommt es auch zu Tagesmüdigkeit und Depressionen. Diese Symptome können wiederum zu Schwierigkeiten in der Schule oder bei der Arbeit führen.

Die genauen Ursachen für diese Störung sind noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass bei den betroffenen Personen die „innere Uhr“ für den Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dadurch verschiebt sich der Schlafzeitpunkt um einige Stunden. Ebenfalls wird vermutet, dass es zu einem Ungleichgewicht einiger Hormone (wie Cortisol oder Melatonin) kommt, die den Schlaf-Wach-Rhythmus aufrechterhalten. Am häufigsten tritt die Störung bei jungen Männern und Frauen mittleren Alters auf. An den folgenden 3 Merkmalen erkennst du, ob du an einem verzögerten Schlafphasensyndrom leidest.

3 Merkmale des verzögerten Schlafhasensyndroms

  • Unfähigkeit, zur gewünschten Zeit einzuschlafen
    • Betroffenen Personen fällt es schwer, zu einer konventionellen Schlafenszeit einzuschlafen. Sie können sich nur schwer an sozial etablierte Schlaf-Wach-Zeitpläne anpassen. Die meisten Erkrankten bezeichnen sich selbst als „Nachteule“ und sagen, dass sie in den Abend- oder Nachtstunden am besten funktionieren oder am wachsten sind.
  • Unfähigkeit, zum gewünschten Zeitpunkt aufzuwachen und übermäßige Tagesmüdigkeit
    • Die späte Schlafenszeit erschwert jedoch das frühe Aufwachen. Das Fehlen einer vollständigen Nachtruhe kann zu einer erhöhten Tagesmüdigkeit führen.
  • Keine weiteren Schlafstörungen
    • Im Allgemeinen haben die betroffenen Personen keine Schlafprobleme. Solange sie ihre bevorzugte Schlafenszeit wählen können, haben sie keine Schwierigkeiten einzuschlafen und ausgeruht aufzuwachen. Sie leiden „lediglich“ unter einer Verschiebung ihrer inneren Uhr oder ihres Schlaf-Wach-Rhythmus.

Leidest du unter Einschlafproblemen? Vielleicht kann dir dann Yoga helfen. Warum? Das erfährst du in unserem Artikel 3 Gründe, warum dir Yoga beim Einschlafen hilft.

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Nele Jacobs

Online-Volontärin bei MeinSchlaf.de